rechte und. wagerechte Lage, sondern die eine Achse, die
sogenannte Stundenachse, liegt schräg im Meridian parallel
zur Erdachse, ihre Enden zeigen also nach den Himmels-
polen hin. Die zweite Achse, die sogenannte Deklinations-
achse, bewegt sich dagegen zu der ersteren senkrecht, d.h.
parallel der Ebene des Himmelsäquators,
Diese Art der Aufstellung, die man übrigens bei allen
größeren Fernrohren wiederfindet, gewährt den Vorteil, daß
man jeden seiner Stellung nach (d.h. nach Rektaszension und
Deklination) bekannten Stern in kürzester Zeit, selbst bei
Tage, mit Hilfe von eingeteilten Aufsuchungskreisen (Stun-
denkreis und Deklinationskreis), welche auf den beiden
Achsen des Fernrohrs sitzen, und mit Hilfe einer sogen.
Sternzeituhr einstellen kann, Außerdem vermag man ver-
mittelst eines Uhrwerks dem Fernrohr eine langsame Dre-
hung um die Stundenachse derart zu erteilen, daß jedes ein-
mal eingestellte Objekt unbeweglich im Gesichtsfelde ver-
bleibt, indem das Rohr der scheinbaren täglichen Bewegung
des Gestirns entsprechend nachgeführt wird. Das Uhrwerk
des großen Urania-Refraktors ist in der Hauptsache ein
Elektromotor, dessen gleichmäßiger Gang durch besondere
Einrichtungen gewährleistet ist.
Zur Seite des großen Rohrs und mit demselben fest ver-
bunden befindet sich ein kleines, in gleicher Richtung an-
gebrachtes Fernrohr, Dasselbe hat wegen seiner kurzen
Brennweite ein sehr umfassendes Gesichtsfeld, so daß man
mit seiner Hilfe alle helleren Objekte leicht durch einfaches
Richten finden kann, also die zeitraubende Einstellung
mittelst der Kreise nicht nötig hat. Ist ein Gestirn in die
Mitte des Gesichtsfeldes dieses sogenannten Suchers ge-
bracht, so wird es auch im großen Fernrohr erblickt werden.