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Die Urania in der Invalidenstraße 1888-1896

Volltext: Denkschrift zum 25jährigen Bestehen der Gesellschaft Urania in Berlin (1888-1913) (Public Domain)

„Wellen und Strahlen elektrischer Kraft”, über „Die Tesla- 
schen Experimente mit hochgespannten Strömen”, die neu- 
entdeckten „Röntgenstrahlen“ und die „Telegraphie ohne 
Draht“ stehen noch in bestem Andenken und haben dem 
[nstitut in der Invalidenstraße damals zahlreiche Gönner und 
Verehrer zugeführt, 
Aus dem großen Experimentiersaal des Hauses führte der 
Weg zur Sternwarte. Unter allen Einrichtungen der Urania 
hat diese anfänglich wohl das größte Interesse der Berliner 
beansprucht, Leider aber haben die Kalamitäten, welche 
das Wetter allen Sternwarten bereitet, besonders aber der 
Umstand, daß die Verlegung der Urania nach dem Zentrum 
der Stadt die Isolierung der Sternwarte von dem Haupt- 
institut zur Folge hatte, dahin geführt, daß diese bedeutungs- 
volle Einrichtung beim Publikum gegenwärtig nicht mehr 
ganz die frühere Wertschätzung genießt, Dies ist um so be- 
dauernswerter, als der große Refraktor der Urania hinsicht- 
lich seiner optischen Leistungsfähigkeit zu den besten In- 
strumenten Deutschlands zählt und in dieser Beziehung 
wenigstens in Berlin unübertroffen dasteht. Der Güte dieses 
Instrumentes ist es zu danken, daß es auch für die Wissen- 
schaft erfolgreich wirken konnte. Eine Reihe wertvoller Posi- 
tionsbestimmungen neuentdeckter Wandelsterne wurde mit 
Hilfe der Meßeinrichtungen gemacht. Dann aber gebührt 
diesem Urania-Refraktor auch der Ruhm, im Jahre 1898 zur 
Entdeckung des für die Astronomie hochbedeutsamen 
kleinen Planeten Eros geführt. zu haben, Dem damaligen 
Astronomen der Urania - Sternwarte und jetzigen Privat- 
dozenten an der Berliner Universität, Herrn Dr, G, Witt, 
gelang es bekanntlich, dieses der Erde am nächsten kom- 
mende Mitglied der Asteroiden-Familie, das sich dadurch
	        
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