„Wellen und Strahlen elektrischer Kraft”, über „Die Tesla-
schen Experimente mit hochgespannten Strömen”, die neu-
entdeckten „Röntgenstrahlen“ und die „Telegraphie ohne
Draht“ stehen noch in bestem Andenken und haben dem
[nstitut in der Invalidenstraße damals zahlreiche Gönner und
Verehrer zugeführt,
Aus dem großen Experimentiersaal des Hauses führte der
Weg zur Sternwarte. Unter allen Einrichtungen der Urania
hat diese anfänglich wohl das größte Interesse der Berliner
beansprucht, Leider aber haben die Kalamitäten, welche
das Wetter allen Sternwarten bereitet, besonders aber der
Umstand, daß die Verlegung der Urania nach dem Zentrum
der Stadt die Isolierung der Sternwarte von dem Haupt-
institut zur Folge hatte, dahin geführt, daß diese bedeutungs-
volle Einrichtung beim Publikum gegenwärtig nicht mehr
ganz die frühere Wertschätzung genießt, Dies ist um so be-
dauernswerter, als der große Refraktor der Urania hinsicht-
lich seiner optischen Leistungsfähigkeit zu den besten In-
strumenten Deutschlands zählt und in dieser Beziehung
wenigstens in Berlin unübertroffen dasteht. Der Güte dieses
Instrumentes ist es zu danken, daß es auch für die Wissen-
schaft erfolgreich wirken konnte. Eine Reihe wertvoller Posi-
tionsbestimmungen neuentdeckter Wandelsterne wurde mit
Hilfe der Meßeinrichtungen gemacht. Dann aber gebührt
diesem Urania-Refraktor auch der Ruhm, im Jahre 1898 zur
Entdeckung des für die Astronomie hochbedeutsamen
kleinen Planeten Eros geführt. zu haben, Dem damaligen
Astronomen der Urania - Sternwarte und jetzigen Privat-
dozenten an der Berliner Universität, Herrn Dr, G, Witt,
gelang es bekanntlich, dieses der Erde am nächsten kom-
mende Mitglied der Asteroiden-Familie, das sich dadurch