XII.
Hand], der Künstler.
Durch das Monument der Königin Louise im Mausoleum
in Charlottenburg hatte sich Ranch das Thor zum Ehrentempel
der Kunst erschlossen; und noch ein anderes hatte diese
Kunstschöpfung zur Folge: ganz Preußen sah den Künstler,
der ihm seine Königin so lebenswahr aus Stein gezaubert, fortan
als seinen Künstler an, und als nach dem großen Befreiungskämpfe,
der, wie er neuen Schwung ins nationale Leben
brachte, auch den Künsten, namentlich der monumentalen Bildhauerkunst
neue Frische und würdigen Stoff gab, den Helden
jener Zeit Denkmäler errichtet werden sollten, da war es Rauch,
der damit betraut wurde, und das Herz des deutschen Künstlers
und patriotischen Preußen konnte sich an der monumentalen
Darstellung dieser Männer der Thal Genüge thun. Fünf der
Vornehmsten stehen auf einem Platze neben einander und einander
gegenüber in Marmor und Erz und berichten nachkommenden
Geschlechtern, wie die Rapoleonische Zwingherrschaft
gebrochen wurde.
Der volkstümlichste von all den Helden jener Zeit ist
der „alte Blücher", in dem die ganze Bedeutung der Zeit, die
Begeisterung und die Thatkraft persönlich wurde, und von dem
Göthe schrieb: „In Harren und Krieg, in Sturz und Sieg
bewußt und groß! So riß er uns vom Feinde los" — ihm