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II 1835 bis 1862

Volltext: Carl Heymanns Verlag Berlin (Public Domain)

Von dieser Außerung abgesehen, lassen sich nur wenige und un— 
bedeutende Belege für die Anschauungen Heymanns über allgemeine 
buchhändlerische Fragen beibringen. In viel höherem Maße galt 
jeine Vereinstätigkeit der Unterstüßzung der bedürftigen Standesgenossen. 
Er hat lange Fahre als Mitglied des Rechnungsausschusses des Unter⸗ 
tützungsvereins deutscher Buchhändler und Buchhandlungsgehilfen gewirkt 
und hat insbesondere auf vielen Hauptversammlungen des Börsenvereins 
für die Bestrebungen des Anterstützungsvereins tätig und beredt Boden 
zu gewinnen gesucht. So ist es vor allem seinem Einflusse zuzuschreiben, 
daß die ursprünglich auf 600 Taler jährlich sich belaufende Summe, die 
der Börsenverein dem Unterstützungsverein überwies, vom Jahre 1854 
ab auf 1300 Taler erhöht worden ist. 
In einer weiteren Angelegenheit, die auf Heymanns Auffaffung 
des buchhändlerischen Berufs ein bezeichnendes Licht wirft, sind ebenfalls 
durch eine lange Reihe von Jahren hindurch Außerungen Heymanns 
auf den Kantateversammlungen des Börsenvereins gefallen. Als aus 
Anlaß des 100jährigen Geburtstags Friedrich Schillers die Schiller- 
stiftung ins Leben gerufen wurde, hat Heymann den von dem damaligen 
Vorsteher Heinrich Brockhaus gestellten Antrag, daß der Börsenverein 
sich in würdiger Form an der Stiftung beteiligen solle, wirkungsvoll 
unterstützt. Auf den Versammlungen in den Jahren 1856 bis 18600 findet 
sich Heymann immer wieder als Verteidiger des Standpunkts, daß 
der deutsche Buchhandel und insbesondere seine maßgebende Organisation 
die Pflicht habe, sich in möglichst weitgehendem Maße an der Schiller- 
tiftung zu beteiligen. In ähnlicher Weise trat er noch auf der letzten 
Kantateversammlung, die er mitmachen konnte, im Jahre 1862 für die 
Förderung des Germanischen Museums in Nürnberg ein. Wie er in 
seinem Privatleben überall ein warmes Herz für die Bedürftigen hatte 
und sich in dieser Hinsicht viel betätigte, so zeigte er auch als Buchhändler 
für die idealen Seiten dieses Berufs stets ein warmes und teilnehmendes 
Interesse. 
1844 hatte Heymann die Freude, im Kreise der Seinen das Fest 
der silbernen Hochzeit zu begehen. Ein unbekannter „Bankelsänger“ 
feierte die buchhändlerischen Erfolge und die gemeinnützige Tätigkeit des 
Mannes in gutgemeinten Bersen. Am 31. Januar 1846 verlieh der König 
Friedrich Wilhelm IV. dem verdienten Manne „wegen seiner uns bekannt 
gewordenen rühmlichen Eigenschaften“ den Charakter als Kommerzienrat. 
Die Leitung seines Geschäfts hatte ihn im Laufe der Jahre mehr 
und mehr in Anspruch genommen, so daß er sich nach Hilfskräften um— 
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