der Mißstände auf dem Gebiete des Wohnungswesens eintreten will.
Gestützt auf einen erlesenen Kreis von Mitarbeitern hat die Zeitschrift ein
stetig zunehmendes Interesse gefunden und ist heute Organ einer Reihe
von Vereinen zur Förderung des Arbeiterwohnungswesens.
Der von der Zentralstelle für Volkswohlfahrt herausgegebene „Rat-
geber für Jugendvereinigungen“ ist eine neue Folge des „Jugendklub“,
der als eine zwanglose Korrespondenz in erster Linie auf die Teil—
nehmer der von der Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen ver—
anstalteten Informationskurse für Begründer und Leiter von Jugend—
vereinigungen berechnet war. Die gute Aufnahme, die das Blatt in
weitesten Kreisen gefunden hatte, führte zur Begründung des Ratgebers, der
zuerst kostenlos versandt wurde. Allmählich erweiterte sich das Programm
und der Umfang der ZSeitschrift, auch das Format wechselte mehrfach.
Eine weitere Gründung der Zentralstelle für Bolkswohlfahrt war das in
deren Auftrage von Dr. Robert von Erdberg herausgegebene „Volks-
bildungsarchiv“, ein in Bänden erscheinendes periodisches Unternehmen
zur wissenschaftlichen Vertiefung der Volksbildungsbestrebungen.
Die der Armenpflege und Wohltätigkeit nahestehenden Fachvereine
hatten sich wiederholt mit der Frage der Einrichtung einer Zentralstelle
für Armenpflege und Wohltätigkeit beschäftigt. Ihre Bemühungen
trafen mit denen der Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen
zusammen. Es gelang, diese verschiedenartigen, auf das gleiche Ziel
gerichteten Bestrebungen zu vereinigen und im Frühjahr 1898 die Ab—
teilung für Armenpflege und Wohltätigkeit ins Leben zu rufen, die in
enger Verbindung mit der Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrtsein-
richtungen blieb, aber sich ihr eigenes Organ in der „Zeitschrift für das
Armenwesen“ schuf.
Die Fürsorgeerziehungsgesetze und die Jugendgerichtsbewegung rückte
auch das gesamte Vormundschaftsrecht in den Bordergrund. Der prakti—
schen Tätigkeit aller an der Jugendschutzbewegung Beteiligten dient das
1909 von Dr. Adolf Grabowsky und Dr. Franz Recke begründete
„Zentralblatt für Vormundschaftswesen, Jugendgerichte und Fürsorge—
erziehung“, das unter Mitwirkung des Archivs Deutscher Berufsvormünder
erschien und von Anfang an offizielles Organ des Allgemeinen Fürsorge—
erziehungstags wurde. Dr. Recke, der vor einigen Monaten im Osten den
Heldentod für das Vaterland starb, schied schon nach wenigen Jahren
aus der Redaktion aus, die Zeitschrift wurde dann mit Unterstützung von
Professor Dr Klumker, dem Vorsitzenden des Archivs Deutscher Berufs—
oo