digen und unsere Feinde zusammenzuhauen! Messieurs,
Ihr habt Eure Ordres!“
Er lüftete seinen Hut. Der Fürst von Anhalt und der
General von Winterfeldt salutierten militärisch und
singen Podewils sammelte seine Papiere und folgte
ihnen.
Friedrich rief den Kammerdiener, fragte, ob der Inten⸗
dant der Oper draußen warte, und befahl, ihn hereinzu⸗
führen.
„Wir haben“, rief er, als der Baron Sweerts eintrat,
„heute eine Surprise für die Barberina bereit — Er muß
uns damit helfen! — Sie ist als Galathéée langweilig!
Wir haben daher einen neuen Partner für sie kommen
lassen, der den Lany als Pygmalion remplacieren soll —
den berühmten italienischen Tänzer Fossano! Er ist heute
aus Dresden angekommen und befindet sich im Hause des
schwedischen Gesandten Rudenskjöld, bereit, uns zu Dien⸗
sten zu sein. Nebenbei hat er den Auftrag, uns zu ermor⸗
den“, setzte er geheimnisvoll flüsternd hinzu. „Erschrecke
Er nicht und verrate er dies große Geheimnis niemand —
am allerwenigsten der Polizei, damit uns wirklich kein
Unheil passiert! — Stelle Er nur — Scherzes halber —
rechts und links von der Bühne je einen sergeant d'armes
hin! Die sollen auf ihn achtgeben! Aber keinen Ton da⸗
von verraten, daß er tanzen wird, lieber Sweerts! —
Lany darf, bei Strafe meiner Ungnade, nichts sagen! —
Der neue Tänzer wird ohne Aufhebens ins Theater ge⸗
führt und in seiner Rolle instruiert! — Barberina vor
allem darf nichts ahnen! Höre Er — bei seinem Kopf —
ehe sie als Statue dasteht, darf sie von dem Tausch
nichts wissen! Der Coup darf nicht mißlingen! Wir freuen
uns schon auf ihr Erwachen! Gehe Er, lieber Sweerts,
besorge Er mir das prompt, und Er kann auf meine Ge⸗
wogenheit rechnen!“
Der Intendant ging, und der König befahl, das Diner
servieren zu lassen.
366