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Haude und Spener Johann Carl Spener und Witwe Haude - Witwe Haude und Witwe Spener

Full text: Dreihundert Jahre (Public Domain)

Johann Carl Spener u. Witwe Haude / Witwe Haude u. Witwe Spener 
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Im Herbst 1749 plante der Verlag die Herausgabe einer gelehrten 
Zeitschrift und erhielt vom Koͤnig auf seine Eingabe die nachfolgende 
Erlaubnis: 
Nachdem Seine Roͤnigliche Majestaͤt in Preußen usw. auf beigehende Vor⸗ 
stellung der Buchfuͤhrer Haude und Spener allergnaͤdigst resolviret haben, daß wegen 
der von ihnen angefuͤhrten Umstaͤnde ihnen erlaubt sein soll, ein Blatt von gelehrten 
Sachen herausgeben zu duͤrfen, jedoch mit dem ausdruͤclichen Beding, daß solches 
vorhero von einem membro der Academie recensiret werde; Als befehlen Hoͤchst⸗ 
dieselbe Dero Gen. Direct. Hierdurch in Gnaden, solcherwegen das Noͤthige weiter zu 
verfuͤgen, und dem Praͤs. der Akademie der Wissenschaften v. Maupertuis hiervon 
Nachricht zu geben, damit er jemanden, der die Recension uͤber sich nehmen, deno- 
miniren koͤnne. 
Potsdam, den 11 Nov. 1749. 
Die Haude und Spenersche Buchhandlung rief daraufhin im 
Jahre 1750 die „Critischen Nachrichten aus dem Reiche der Gelehr⸗ 
samkeit“ ins Leben, die jedoch nach kurzem Bestehen durch Sulzer und 
Ramlers gleichartige und gleichnamige Zeitschrift verdraͤngt wurden. 
Eines der Hauptunternehmungen des Verlages in dieser Zeit 
war die 1765—1768 in vierzehn Baͤnden erfolgte Herausgabe der 
„Histoire de l'esprit humain ou mémoires secrets et universels 
de la république des lettres““ des geistvollen Freundes Friedrichs 
des Großen und Direktors der Berliner Akademie der Kuͤnste, Marquis 
d'Argens. D' Argens veroͤffentlichte 1766 bei Haude und Spener 
noch ein weiteres Werk: „Examen critique des différentes écoles 
de peinture.“ Von Bedeutung war fuͤr den Verlag auch die Heraus⸗ 
gabe verschiedener Werke des bekannten Professors Joh. Heinr. Sam. 
Formey sowie des Botanikers J. G. Gleditsch, des Arztes E. G. 
Kurella, des Predigers A. F. W. Sack und des Philosophen Moses 
Mendelssohn. Auch einen Ausflug in das musikalische Gebiet machte 
der Verlag. Friedrich Wilhelm Marpurg hatte schon 1746 bei Am⸗ 
brosius Haude sein bekanntes musiktheoretisches Werk uͤber die Fuge 
in franzoͤsischer Sprache erscheinen lassen (Traitéè de la fugue et du 
contre point. 2 parties avec 120 planches. 1746); die deutsche 
bersetzung dieses grundlegenden, auch heute noch geschaͤtzten Werkes 
brachte der Haude und Spenersche Verlag 1753 heraus: „Abhandlung 
von der Fuge nach den Grundsaͤtzen und Exempeln der besten deutschen
	        
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