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II. Das Interregnum. 1855-1862 XXV. Direktion Roeder. 24. September 1856 bis 24. Juli 1857

Volltext: Kroll / Raeder, Alwill (Public Domain)

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Eine Aufführung von „Steffen Canger“ (1. Februar) 
ließ von neuem erkennen, daß Holzstamm und Frl. 
Klose völlig die Gunst des Residenz-Dublikums erworben 
hatten. Miß Thompson verabschiedete sich am Abend 
dieser Vorstellung. 
7. Febr.: Zur vVorfeier der festlichen ECinholung Sr. K. LB. 
des Prinzen Friedrich Mithelm von Preußen und 
Höchstdessen Gemalnline H.: 
Victoria Zegia. 
Preisgekröntes Festspiel von Adolar Gerhardt. Musik von 
A. Conradi. 
In Scene gesetzt vom Direktor Ferdinand Roeder. 
3. Februar (Einholungs-⸗Tag): Frei-Theater für die Berliner 
Garnison. Fum 2. Male: Vietoria Regia. 
BHierauf: Der Militärbefehl. Custspiel in 2 Akten nach Anicet 
von C. W. Koch. 
Feldmarschall Wrangel, Gouverneur von Berlin, 
sandte der Direktion ein Dankschreiben. — Das Festspiel 
selbst war ein Dialog zwischen Minerva (Frl. Fuhr), Neptun 
und Merkur. Eine am britischen Strande soeben zur Blüte 
gelangte Victoria Regia wird von dem auf einem Adler 
heranschwebenden Amor gebrochen und geraubt — das 
war die Grundidee einer Dichtung, die als „preisgekrönt“ 
von der Berliner Kritik nicht eben sanft behandelt wurde. 
15. Febr.: Zum Besten der Friedrich-Wilhelm-Victoria— 
Landes⸗Stiftung: 
tzrohes Vokal- und Instrumenkal-Konzerk der neuen 
Akademie für Männergefang. 
Zum s. Male: Victoria Regia. 
7. Februar bis 3. März: Gastspiel der Italienischen Oper 
unter Leitung des Sgr. Giordani. 
Die Mitglieder der Gesellschaft waren sehr geschätzte 
Künstler, zwar etwas passiert, aber doch ungemein fesselnd, 
besonders Signora Pastchekti, der Cenorist Gamboggi und 
der Baritonist Giordani. Sie debutierten am 17. Februar 
mit „Sonnambula“. Nach zweimaliger Wiederholung der
	        
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