Dabei fühle ich, wie meine Kräfte immer ab—
nehmen, wie ich mich immer schwächer fuͤhle, nud
ich fürchte, ich bleib' ihm einmal unter dem Besuch!
Dann sagt Herr Eyerweiß vielleicht noch: „Ach,
hat Sie vielleicht der Schlag gerührt? mich hat auch
einmal der Schlag gerührt!“
Ich habe aber jetzt ein Mittel ausspintisirt, ihn
bald los zu werden, wenn er wieder kommt. Die
Noth ist erfinderisch. Ich habe mir naͤmlich einen
vollkommenen Frauenanzug verschafft. Einen großen
Hut à la Zogspitz, einen Shawl, eine Enveloppe
u. s. w. Wenn nun Herr Eyerweiß bei mir ist,
so muß fich mein Bedienter als Frauenzimmer ver⸗
kleiden und verschämt den Kopf zur Thuͤre hinein⸗
stecken, dann plöͤtzlich zurückfahren. Ich gehe sodann
hinaus, komme zurück und fage zu Herrn Eyerweiß:
„Ach, Sie entschuldigen, eine Dame wünscht mich
dringend zu sprechen
Ich hoffe. das hilft. Hilft es aber nicht, so
weine mir eine Thkraͤne nach, gesuͤhlvolle Leserin,
denn dann hat mich Herr Eyerweiß zu Tode besucht,
und mein naͤchstes Blatt wird dann beginnen: „Ich
bin todt, liebe Leserin!“ Saphir.