Nun ist es geschehen, ich bin ganz in seinem Bann
und komme nicht wieder los. Ich wollte mich betãuben
und befreien und bin nur noch mehr entflammt.
Was für eine brutale Sinnlichkeit geht von diesem
Manne aus; ich möchte ihn hassen, und doch zieht es
mich immer wieder in seinen Bann, und ich stürze
mich mit Wonne in seine Arme. — — —
In fünf Tagen kommt Hans, was dann?
Ich war bei der Wirtin, Hans zieht wieder in seine
alte Wohnung, die Frau kannte mich gleich und freute
sich, daß der Herr Leutnant wiederkommen wollte,
und wie fein es passe, gerade gestern sei das Zimmer
frei geworden. Mir wurde ganz sonderbar zumute
in dem Raum, in welchem ich so glückliche Stunden
mit Hans verlebt. Es würgte mich im Hals, ich fing
an zu flennen wie ein altes Weib, die Frau tröfstete
mich und meinte, es seien Freudentränen!
Ach, wie nervös ich bin, was soll denn nun werden,
soll ich zwischen zwei Männern hin- und herpendeln?
Es muß wohl so gehen, ich kann weder von dem
einen noch von dem anderen los!
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