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etwas trat ein, was die Reise verhindern würde.
Doris besann sich dennoch im letzten Augenblick an⸗
ders; irgend jemand — was Gott verhüten wolle!
— erkrankte; das Boot war nicht zur rechten Zeit
an Ort und Stelle. In der dem entscheidenden
Tag vorangehenden Nacht schlief der Justizrat
miserabel. Erst träumte er, er sei wiederum Schüler
und müsse zum Abiturientenexamen und habe sich
verspätet. Und plötzlich war da eine Uhr, die zeigte,
daß der Termin bereits um eine Stunde ver—
strichen war. Er erwachte darüber, schlief wieder
ein und träumte, er sei im Begriff, auf eine elek⸗
trische Straßenbahn aufzusteigen. Schon hatte er
den einen Fuß auf dem Trittbrett, als sich der
Wagen plötzlich in Bewegung setzte. So wurde er
mitgeschleift; und immer schneller ging die Fahrt;
nun einen Berg hinunter.
Sehr unausgeschlafen, aber auch dafür sehr früh—
zeitig, war der Justizrat den andern Morgen an
Ort und Stelle, nämlich an dem verabredeten Lan⸗
dungssteg in Spandau. Sein Boot schaukelte be⸗
reits in den Wellen; der Chauffeur lüftete die
Mütze; der Proviant war an Bord. Mit dem ver⸗
einbarten Zuge traf auch Frau Doris ganz pünkt—⸗
lich ein. Sie schwenkte ein Studentenköfferchen in
der Hand, trug ein graues, enganliegendes Loden—
kleid und hatte um die gleichfarbige Reisemütze