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Bücklings) wurde 1830 ein Sohn geboren, Wolfgang (Gwelcher
nach sechs Monaten starb). Als 1832 der „Bückling“ verkauft wurde,
um Geldmittel zu beschaffen für den Umbau der von Friedrich
Wilhelm III. geschenkten Teile des Lagerhauses, zog Fr. B. wieder
in das elterliche Haus) (Landsberger Straße). Hier wurden das
zweite und das dritte Kind geboren: Heinrich (1832 — 1903) und
Doris (1833 — 1873). Drei Jahre später bekam Friedrich B. eine
Amtswohnung im Kloster, in welcher die andern drei Kinder geboren
wurden: Auguste (1835); am Montag, dem 7. November 1836, früh
/21 Uhr unser Ernst Joachim Ludwig B., und 1838 Gustav, den
wir die Freude haben, heut Abend bei uns zu sehen. Als Joachim
B. 1842 gestorben war, wollte die Witwe das Haus in der Lands—
berger Straße mit seinem schönen Garten nicht verkaufen; daher zog
Friedrich B. mit seiner Familie dorthin und trat seine Dienstwohnung
im Kloster an Pape (1807 - 1854), den bekannten griechischen Lexiko—
graphen, ab.
J.
Im Alter von b/ Jahren, Ostern 1843, kam Ludwig B. in die
Vorschule der „Königstädtischen höheren Stadtschule für Söhne“
(Direktor Herter) in der Schießgasse, die später Keibelstraße genannt
wurde, als der Stadtrat Keibel sie auf seine Kosten hatte pflastern
lassen. Aus dieser Schule ging die Königstädtische Realschule
(später Realgymnasium genannt) hervor unter dem Direktor
Dielitz (1809 — 1869). Am 5. August 1844 wurde in allen Berliner
Schulen die Errettung des Königs von dem Mordversuch (26. Juli)
des Bürgermeisters Tschech gefeiert. Ostern 1846 wurde L. vom
Direktor Ribbeck (1790 — 1847) in die Sexta des Klosters aufgenommen.
Sein Ordinarius war Curth (1809 - 1879); zu diesem Zeitpunkt ver⸗
ließen die Anstalt als Abiturienten die späteren Klosterlehrer Hoppe
(1827 - 1894) und Simon (1827 —- 1912); z3u Michaelis Franz
5) Dieser Name stammt daher, daß ein Schüler einen ungenießbaren Bückling
über die Gartenmauer warf und den in dem Garten des Hauses der Jüdenstraße
weilenden Hausbesitzer ins Gesicht traf. Dieser beschwerte sich bei der Behörde,
woraus ärgerliche Verhandlungen entstanden.
6) Gleichzeitig nahm Joachim B. den jungen Maler Ferdinand B. (1814 -89),
den Enkel seines Bruders Bartolomäus B. (1757 — 1833), in sein Haus auf.