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Full text: Die junge Exzellenz / Höcker, Paul Oskar (Public Domain)

Hindernisse gebaut waren. Hier konnten sie nicht 
mehr nebeneinander bleiben. Evchen nahm die 
Spitze, und der Goldfuchs setzte über die Hürden und 
Sprungbäume, daß es eine Freude war. Schließlich 
ging es so toll dahin wie auf der wildesten Fuchs— 
jagd. 
Als sie die Pferde wieder einfingen und ver—⸗ 
sammelten, suchte v. Rodehau die Aussprache von 
vorhin fortzusetzen. Aber Evchen ließ es nicht dazu 
kommen. 
Mitten im Wald lag friedlich und still in der 
Sonne der Selbstmörderfriedhof, an dem sie vorbei— 
mußten. Eine kleine Landwirtschaft grenzte dicht 
daran. Da gackerten die Hühner, gurrten die Tau— 
ben. Tausend Meter weiter, in einer kleinen Wald— 
schlucht, sahen sie Damwild und später ein Rudel 
Rehe von gut zwanzig, dreißig Stück. Ein paar 
kleine, schwarze Tierchen waren darunter, die setzten, 
als sie das Pferdegetrabe hörten, in so komischen 
Sprüngen davon, über Stock und Stein, daß Evchen 
hell auflachen mußte. Und dann war es überhaupt 
mit allem Ernst vorbei, v. Rodehau mußte all seine 
Versuche aufgeben. Gerade, als sie zur Russenbrücke 
kamen, da rief und schimpfte jemand hinter ihnen 
her. Laut, zornig, fast kreischend. Ganz dicht hinter 
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