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I. Historische 9. Thurneisser. (Die Nacht vom 13. auf den 14. Januar 1577.)

Full text : Bilder aus Berlin's Nächten / Schneider, Louis (Public Domain)

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Burg meiner Ahnen, ein und hoffe, durch Eure guten
Diensie dafür entschädigt zu werden.“
„„Entschädigt, gnädiger "Herr? Bedenkt, daß ich
nur Euch und Eurer Liebhaberei zu Liebe mich mit
diesen älchymistischen Versuchen abgebe. I< habe Euch
nie getäuscht, habe Euch nie merken lassen, daß ich die
Kunst der Gold- Tinktur schon verstehe; aber ich hoffe
eben sv' fest "als Ihr, "das herrliche Ziel zu erreichen
und die mächtige Tinktur zu erzeugen.“
Wie glücklich war ich, Leonhard, daß ich Euch
vor sechs Jahren in Frankfurt fand und zufällig Euer
fürtreffliches Werk „den Pison“ las. Ohne diesen
Zufall hätte ich Euch nie kennen gelernt! =“ Aber. das
7te Kapitel, wo Ihr vom Goldsande in der Spree,
von Saphiren beim Dorfe Buchholz und von“ Rubinen
 bei Storkow in unserer "Mark sprecht , wete.den
lebhaften Wunsch in mir, Euch kennen zu lernen, und
gleich bei Eurem ersten Besuche heiltet Ihr meine
Churfürstlihe Gemahlin von jenem schweren Fieber.
er Zhr habt Recht, gnädiger Herr, Ihr bedurftet
eines Mannes, wie ich bin, aber auch ich bedurfte
Eurer. Meine Erfindungen, meine Pläne bedurften
eines so gnädigen und wohlwollenden Schüßers, um
sich als nüßlich zu bewähren. Seht meine Buchdruckerei,
 meine Schriftgießerei , meine Formschneider,
Eisengießer, mein Naturalien- und Kunst - Kabinet,
Laboratorium, . Bibliothek und Menagerie, und Ihr
werdet mir sagen nissen; daß ich die sechs Jahre tüch:
tigängewändt und Eurem Schuge Ehre mache.“

Ä*
            
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