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Inhaltsverzeichnis : Zwischen Elbe und Oder (Public Domain)

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Richard  Sonntag,  Über  die  Entwicklung  und  den  heutigen  Stand  des  deutschen  Luftschiffhallenbaues.

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Abb,  69.  Einschiffige  Bergungshalle  in  Holz.
Ausführung:  Gesellschaft  L.  Stromeyer  u.  Ko.  in  Konstanz.
fachung  der  Aufstellung  durch  feste  Bolzengelenke  miteinander ­
  verbunden.  Hiermit  wird  auch  der  Kräfteübergang  an
der  Verbindungsstelle  ein  ganz  klarer.  Der  Abstand  der
Bogenbinder  beträgt  8,5  m.  Die  Gründung  der  einen  Halle
erfolgte  mittels  Eisenbeton,  die  der  anderen  Halle  mittels
Pfahlrost.  Beide  Hallen  haben  gespundete  Dachschalung  mit
aufgenagelter  doppelter  Dachpappe,  welche  zur  Verhütung
von  Beschädigungen  durch  den  Winddruck  von  innen  mit
Draht  überspannt  wurde.  Die  eine  Halle  erhielt  gestülpte

Abb.  70.  Einschiffige  Bergungshalle  in  Holz.
Ausführung:  Baugeschäft  Job.  Burchard  Wwe.  in  Kiel  nach  dem  Entwurf  der  Ingenieure  Hans  Lilhniann
und  Martiensseu  in  Hamburg.
Zeitschrift  f.  Bauwesen.  Jabrg.  LXIII,

Wandschalimg,  die  andere  gespundete.  Die
Entwerfer  gaben  ersterer  den  Vorzug.  Die
gesamte  Belichtungsfläche  durch  Fenster  befindet ­
  sich  in  den  Längs  wänden  und  beträgt
10  vH.  der  Hallengrundfläche.  Die  Lüftung
erfolgt  durch  zehn  Luftsauger  und  durch
zehn  Klappfenster  am  Dachfirst.  Die  Traufenentwässerung ­
  geschieht  durch  Rinnen  und
Abfallrohre.  Unter  dem  First  ist  ein  Laufsteg ­
  angeordnet,  auf  dem  Dache  eine  Plattform ­
  mit  Windmeßvorrichtung.  Der  offene
Giebel  ist  mit  einem  zweiteiligen  Segeltuch ­
  Vorhang  versehen,  welcher  seitlich
hochgerafft  wird.  Hinter  demselben  kann
ein  Drahtseilnetz  gespannt  werden.  Zum
Raffen  des  Vorhangs  werden  an  jeder  Seite
zwei  Mann  benötigt.  Die  Vorhänge  sollen
jetzt  durch  eiserne  Schiebetore  ersetzt  werden, ­
  Die  Baukosten  der  Hallen  waren  außerordentlich ­
  niedrige.  Sie  haben  bereits  sehr
starken  Stürmen  standgehalten.  Text-Abb.  70
zeigt  die  Halle  mit  dem  versetzbaren  Hilfsgerüst ­
  während  der  Aufstellung,  die  Binderausbildung ­
  ist  daraus  ersichtlich.
Die  in  Text-Abb.  68  wiedergegebene  einschiffige  Halle
wurde  1909  von  der  inzwischen  erloschenen  Unternehmung
Ballonhallenbau  C.  vom  Höfel  in  Düsseldorf  gebaut  Sie  ist  80  m
lang,  23  m  weit  und  24  m  hoch.  Die  Binder  sind  ohne
Gelenke  in  Holzfachwerk  ausgebildet.  Ihre  Stützen  liegen
innerhalb  der  Wandschalung.  Das  Dach  ist  mit  Pappe  auf
Holzschalung,  Lüftungslaternen,  Rinnen  und  Abfallrohren  versehen. ­
  Fenster  besitzt  das  Dach  nicht,  solche  sind  vielmehr
nur  in  den  Wänden  vorgesehen,  die  lotrecht  mit  Fugendeckleisten ­
  verschalt  sind.  Auf  einer  Hallenseite
sind  innen  zwischen  den  Binderstützen  Werkstätten ­
  und  sonstige  Nebenräurae  angegliedert.
•  Laufstege  sind  nicht  vorhanden.  Doch  sieht
man  auf  Text-Abb.  68  zwei  Feuerwehrleitern ­
  in  Gebrauch.  Die  eine  Giebelwand
ist  mit  Brettern  verschalt,  die  andere  mit
einem  zweiteiligen  Segeltuchvorhang  versehen, ­
  Avelcher  seitlich  hochgerafft  wird.
Die  schon  recht  verbreitete  neue  Holzbauweise ­
  „Hetzer“  (vgl.  auch  Zentralbl.  d.
Bauverwalt.  Jahrg.  1907,  S.  147  u.  1910,
S.  561),  welche  Otto  Hetzer,  Holzpflege ­
  und  Holzbearbeitung,  Akt.-Ges.  in
Weimar  zur  Ausführung  bringt,  hat  sich
schon  wiederholt  dem  Luftschiffhallenbau  gewidmet. ­
  Die  Bauweise  ist  durch  D.  R.-P.
125895  und  197  773  geschützt.  Ihr  Grundgedanke ­
  deckt  sich  mit  dem  erstmals  von
Hittenkofer  offen  ausgesprochenen  Grundsatz,
mit  schwachen  Hölzern  zu  bauen,  wenn
starkes  Bauholz  nicht  zu  haben  oder  zu  teuer
ist.  Das  Bauen  mit  ersteren  gestattet  zudem ­
  eine  bessere  Auswahl  und  Pflege  der
verwendeten  Hölzer  und  eine  weitgehendere ­
  Benutzung  unserer  heimischen  Holz-4

            
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