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Inhaltsverzeichnis : Das grüne Huhn / Reicke, Georg (Public Domain)

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„Topp! Es korrigiert sich viel bequemer zu
Zweien! man muß so aufpassen bei den vielen
Zahlen. Aber hast du auch wirklich den Mut?“
„Aber ja,“ versetzte sie nun, fast gekränkt,
indem sie sich in ihrem Stuhl aufrichtete. „Du
scheinst recht wenig von mir zu halten.“
„Gut! Ich komme dich also holen! Aber es
wird immer Abend werden, ehe die Bogen da
sind.“

Jetzt erhob sich Ursine drüben, küßte die
Mutter auf die Stirn, sagte Adieu und ging nach
der Thüre. Der Hund, der zu ihren Füßen ge—
legen hatte, folgte. Renius sah ihr nach: Ursine
trug eigentlich tagaus, tagein dasselbe Kleid,
einen dunkelbraunen Stoff von einfachstem
Schnitt, oben mit einem sogenannten Priesterstück
aus dazu passendem Sammet.
„Kommst du zu Tisch?“ rief ihr die Mutter
noch über die Schulter nach.
„Ich glaube!“ versetzte Ursine, und damit
war sie gegangen.
„Sie ist eigentlich furchtbar schweigsam ge—
worden in letzter Zeit,“ begann Frau Lotte nach
einer Weile.
„Die Arbeit ...!“ meinte er.
„Glaub' ich nicht! Es wird ihr garnicht so
schwer. Es muß was anderes sein.“
„Nun?“ Er sah sie gespannt an.
Frau Lotte zuckte die Achseln: „Vermu—
tung!“

Er stand auf und stellte sich neben sie: „Und
was permutest du?“
            
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