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Inhaltsverzeichnis: Hinterbliebenenfürsorge (Public Domain)

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einmal recht erhebliche Cinkommen auf geringe Unterstützungen 
herabgesunken waren. So standen 4 Söhne einer Mutter, die auf 
die Bitten ihrer Kinder vor einigen Jahren nach Berlin gezogen 
war, um ihnen den Haushalt zu führen, im Felde; der älteste, ein 
Postbeamter, war gefallen, zwei lagen schwerverwundet in Caza— 
retten, und von dem vierten waren die UNachrichten ausgeblieben. 
Die Söhne hatten monatlich zusammen 375 Mark verdient; nun 
mußte die alte Mutter mit ihrer Kriegsunterstützung von 12 Mark 
und einiger Hheimarbeit die gemeinsame Wohnung erhalten und 
für sich selbst sorgen. In solchen Jällen muß, solange nicht die 
staatlichen Renten erhöht werden oder von 
städtischer Seite eine Permehrung der Pplätze in 
den Bürger-Altersheimen geschaffen wird, die 
private Wohlfahrtspflege eintreten, und es ist unserer Stelle hier 
in einer ganzen Anzahl von Fällen gelungen, der Derarmung der 
Krieger-Eltern entgegen zu arbeiten. Huch hier wurden durch die 
Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen 
in weitem Umfange Mittel zur Verfügung gestellt, ohne irgend 
welche engherzige Cinschränkung in einzelnen Fällen. Es war 
in diesen Fällen ungewöhnlich schwierig, durchgreifende Hilfe zu 
bringen, da mit dem Verlust der Söhne meist alle Zukunftsmög— 
lichkeiten dahin waren, und es aussichtslos schien, mit einer 
Aufhilfe aus eigener Kraft zu rechnen. Einige Male ist es uns 
gelungen, die noch lebenden, teils verheirateten Kinder zu ver— 
anlassen, der Mutter weitergehende Unterstützung zu gewähren, 
auch die Uebersiedelung in den hiesigen oder auswärtigen haushalt 
der Kinder wurde in einigen Jällen durch Zahlung von Miets— 
schulden und Erstattung der Umzugskosten ermöglicht. Den 
Müttern, die durch den Trauerfall gesundheitlich Schaden erlitten 
hatten, wurden Stärkungsmittel beschafft, anderen wurden Zu— 
schüsse zur Wirtschaftsführung gewährt. Einige Beispiele sollen 
die Art dieser Arbeit besonders beleuchten: 
Der 67jährige Herr J. war Gutsverwalter in auskömmlichen 
Derhältnissen gewesen und hatte alle ihm zur Derfügung stehenden 
Mittel dazu verwandt, seinen beiden Söhnen eine gute Erziehung 
und Ausbildung zu ermöglichen. Der ältere Sohn, der die Eltern 
mit 150 Mark monatlich unterstützte, war kurz vor Kriegsaus- 
bruch höherer Beamter in einer größeren norddeutschen Stadtge—
	        
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