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Cin Meisterwerk der
Wieder ist ein monumentales Wunderwerk moderner
Technik erstanden, eine neue Hängebrücke über die
Donau, die einen bequemen Verkehrsweg zwischen Pest
und Ofen bilden soll. Zwar präsentiert sie sich auf
unsern Bildern noch nicht frei den Blicken, aber das
sie umgebende Gerüst erhöht nur ihre Imposantheit,
läßt es doch den ungeheuren Arbeitsaufwand ahnen,
den ein derartiges Bauwerk erfordert.
Gerade Hängebrücken stellen gewöhnlich außer—
ordentliche Ansprüche an die bauleitenden Ingenieure,
da sie vorzugsweise für Spannweiten zur Verwendung
ommen, bei denen die andern Brückensysteme versagen.
Nach allen Richtungen hin muß den gegebenen Ver—
hältnissen Rechnung getragen werden; Eisgang, Hoch—
lut, Sturm, Belästung, Schiffhöhe, möglichst geringe
Verengerung des Flußbetts und — Kosten sind die
vesentlichen Faktoren, die bei einer solchen Anlage mit—
prechen, und es ist in den meisten Fällen kein kleines
Kunststück, allen in gleicher Weise gerecht zu werden.
Von dem Gesamtwerk sind es in erster Linie die
hochaufragenden Portalpfeiler, deren sichere Befestigung
und Verankerung die größten Schwierigkeiten bietet, da
ie die Hauptstützpunkte der eigenartigen Brückenstraße
berliner Illustrirte Zeitung.
ßrückenbau⸗Runst.
ilden. An ihnen hängen — durch Ketten gehalten und
iit Versteifungen aus Gitterwerk gesichert — Fußsteige
ind Fahrdamm, während die vom Wasser aus auf—
reführten Zwischenpfeiler nur von unten her Schutz
egen Durchbiegungen und Erschütterungen bei Ueber—
ührung größerer Lasten bieten sollen. Daher können
eie letzteren auch konstruktiv sehr schlank gehalten
ind in ihrer Zahl beschränkt sein, so daß sie, zum
Korteil für die Schiffahrt, wenig Raum in Anspruch
ehmen.
In dieser Weise sind bereits eine große Anzahl
ꝛrühmter Brücken errichtet worden, so die in Nummex 31
nserer Zeitschrift abgebildete East Riverbrücke, deren
zogen New York und Brooklyn in einer Gesamt—
Ppannweite von fast 500 Metern verbindet, die Eisen—
ihnbrücke über den Rio Lao mit ihren 107 Meter
och aufragenden Portalpfeilern, eine Höhe, von der
jan erst den vrechten Begriff erhält, wenn man den
zerliner Rathausturm mit seinen 94 Metern daneben
ellt, auch die graziöse Fußgängerbrücke bei Clifton House
im Niagara⸗Fall, die eine Spannweite von 387 Metern
sei nur 3 Meter Breite aufwies und die im Jahre 1889
inem Sturm zu Opfer fiel, gehört hierher
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Diese drei Brücken spiegeln übrigens in selten
inschaulicher Weise die gauze Art amexikanischer Techm
wider. Während auf unserem Kontinent und spejen
u Deutschland, das ja in der Technik unzweifelhaft
erster Stelle steht, Sicherheit und Solidität Grund⸗
»edingung selbst für die kleinsten Teile sind, sieht der
Amerikaner in jeder auszuführenden Sache mir ein
Mittel, Gewaltsrekorde aufzustellen, die sich jedod
bisher nie auch auf die beiden erwähnten Eigenschafter
erstreckten. Der Zusammenbruch der Clifton House
Brücke und die kürzlich berichtete Senkung der East
River-Brücke lassen das so recht erkennen.
Allerdings läßt man sich in neuerer Zeit qus
Z3parsamkeitsrücksichten auch hier dazu verleiten, ber
Steinbrücken durch Verminderung der Gewölbestärken
ind größere Beanspruchung der Steine auf Druck eine
Ersparnis an Boukosten herbeizuführen. Nach der
inderen Seite hin soll aber bei eisernen Brücken, zu
enen auch die Hängebrücken gehören, lant Vorschrift
ein Halt bietender Teil aus dem billigen Gußeisen.
ondern ausschließlich aus Schmiedeeisen gefertigt sein.
Trotzdem ist der Herstellungspreis für Steinbrücken ein
»esentlich höherer, wie für Eisenbrücken, bei denen —
e nach Spannweite und Schwierigkeit des Baues —
as laufende Meter „schon“ für ungefähr 15000 bis
5 000 Mk. zu haben ist.
Die Budapester Schwurplatzbrücke, die — einzig
1mihrer Art — mit einem gewaltigen Bogen die
90 Meter breite Donau überbrückt, hat einen Kosten—
ufwand von 8 Millionen Mark erfordert. Von den
zeiteren immensen Abmessungen der 18 Meter breiten
zrücke legen die die Portalpfeiler tragenden Brücken—
zpfe Zeugnis ab, deren jeder 14000 Kubikmeter Stein
erschlang.
Jedenfalls bürgen aber die Namen des Ministerial—
ats Aurel Czekelius und des technischen Rats Albert
Zzoͤntoͤ, die zu den Erbauern gehören, dafür, daß das
errliche Bauwerk auch in Bezug auf Widerstands⸗
ähigkeit allen elementaren Anfeindungen trotzen wird.
Héinz Baner.
hie neue Schwurplatzbrücke bei Budapest im Rau. kKettenbrücke mit der länasten bisher erreichten Spannweite von 290 Metern. Erdelvi Badapeset.