aber keineswegs geeignet, die große Bedeutung der
daktyloskopischen Untersuchung für die Identifizierung
von Verbrechern irgendwie abzuschwächen.
Zwei skandinavische Gelehrte eine Frau Dr. Bou-
nerie, Professor an der Universität Oslo, und der Chef
des Erkennungsdienstes der Kopenhagener Polizei,
haben gerade jetzt, vor ganz kurzer Zeit, die These
aufgestellt, daß die **»lichkeit der Fingerabdrücke zwi-
schen einem Ve*c- = ;inen Kindern so groß sei, daß
man durch WVe+-"-ich--— -cstimmter Papiilarlinien die
Vaterschaft mi. "ic 7 erkennen vermöge. Diese
Behauptung der beiden nordischen Gelehrten wird aber
von anderen internationalen Autoritäten auf dem Ge-
biete der Daktyloskopie heftig bekämpft. So hat
Dr. Schreiber, der in letzter Zeit als besondere Kapazität
auf diesem Gebie“ “ger hervorgetretene Chef des
Erkennungssieastes ı. bersiadthauptmannschaft Bu-
dapest, sich 2 Achntk zisı gen die Zuverlässig-
keit derartig“ .„Jıode“ 'Cw. 7. 3d Will auf Grund
mehrmaliger Versuche, die er ir icr Budapester Uni-
versitätsklinik an willingen und Drillingen vorgenom-
men hat, die absolute Unrichtigkeit der nordischen
Auffassung beweisen können. Auch an Hand von
Fingerabdrücken dreier Verbrechergenerationen will
Dr. Schreiber den Beweis seiner Behauptungen er-
bracht haben. Zweifellos ist die Daktyloskopie, wie
überhaupt die kriminelle Erkennungslehre, eine Wissen-
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