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Band Nr. 27, 7.Juli 1901

Volltext: Adreß-Kalender für die königl. Haupt- und Residenzstädte Berlin und Potsdam, sowie Charlottenburg (Public Domain) Ausgabe 1896 (Public Domain)

aber keineswegs geeignet, die große Bedeutung der 
daktyloskopischen Untersuchung für die Identifizierung 
von Verbrechern irgendwie abzuschwächen. 
Zwei skandinavische Gelehrte eine Frau Dr. Bou- 
nerie, Professor an der Universität Oslo, und der Chef 
des Erkennungsdienstes der Kopenhagener Polizei, 
haben gerade jetzt, vor ganz kurzer Zeit, die These 
aufgestellt, daß die **»lichkeit der Fingerabdrücke zwi- 
schen einem Ve*c- = ;inen Kindern so groß sei, daß 
man durch WVe+-"-ich--— -cstimmter Papiilarlinien die 
Vaterschaft mi. "ic 7 erkennen vermöge. Diese 
Behauptung der beiden nordischen Gelehrten wird aber 
von anderen internationalen Autoritäten auf dem Ge- 
biete der Daktyloskopie heftig bekämpft. So hat 
Dr. Schreiber, der in letzter Zeit als besondere Kapazität 
auf diesem Gebie“ “ger hervorgetretene Chef des 
Erkennungssieastes ı. bersiadthauptmannschaft Bu- 
dapest, sich 2 Achntk zisı gen die Zuverlässig- 
keit derartig“ .„Jıode“ 'Cw. 7. 3d Will auf Grund 
mehrmaliger Versuche, die er ir icr Budapester Uni- 
versitätsklinik an willingen und Drillingen vorgenom- 
men hat, die absolute Unrichtigkeit der nordischen 
Auffassung beweisen können. Auch an Hand von 
Fingerabdrücken dreier Verbrechergenerationen will 
Dr. Schreiber den Beweis seiner Behauptungen er- 
bracht haben. Zweifellos ist die Daktyloskopie, wie 
überhaupt die kriminelle Erkennungslehre, eine Wissen- 
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