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hätigkeit noch nicht ganz erloschen, so kann durch reichliche Zu—
uhr von atmosphärischer Luft das giftige Gas durch die Lunge
rusgeschieden, und der normale Zustand wiederhergestellt werden.
daß hier der reine Sauerstoff mehr leisten muß, als die atmo⸗
phãrische Luft, liegt auf der Hand; ebenso klar ist es, daß die
Zauerstoffinhalationen sich auch bei anderen Rauch⸗ und Gas—
ergiftungen gut bewähren werden.
zZerliner JHustrirte Zeitung.
iuch, daß viele feinfühlende Frauen das Tragen von „kostbarem“
S„chmuck als unfein und protzig erklärten.
Dem Goldschmied blieb nur das Handwerksmäßige zu thun. Die
venigen immer wiederkehrenden Muster wurden gleich von den
Fabriken fertig geliefert. Die Fassung der Juwelen beanspruchte in
den allermeisten Füllen nur eine rein handwerksmäßige Fertigkeit,
aubere, akkurate Arbeit, wie sie jeder gut gelernte Handwerker liefern
sonnte. Die Schablone herrschte unbeschränkt, die Nüchternhei
and die prahlerische Aufzeichnung des „Wertvollen“ triumphiert
modernes Inhalations·heilvertahren für Erkrankungen der Atmungsorgane. An der Decke der grosse Inhalator.
Die Inhalanten können sich im Inhalationsraum beliebig bewegen und beschäftigen.
NModeryer Schmauck.
Wohl auf keinem Gebiete des Kunsthandwerks und
es Kunstgewerbes ist der vollkommene Umschwung der
etzten zehn Jahre deutlicher erkennbar, als in der edlen
Goldschmiedekunst“.
Endlich ist der Goldschmied wirklich einmal wieder
ein „Schmied des Goldes“, ein selbst⸗ oder doch nach—
chaffender Künstler geworden. Endlich wird das edelste
Metall wieder als Schmuck der Frau in schöne
rormen geschmiedet, bedeutet es nicht blos etwas als
ding an sich, als teure Masse, die in barbarischer
hrotzerei mit ihrem in Mark und Groschen aus—
udrückenden Wert prahlt, — oder als Fassung für
dle Steine und Perlen ...
Der Schmuck den die letzten fünfzig Jahre hervor—
zrachten, war für jedes Künstlerauge, für jedes Schönheits⸗
zefühl geradezu unerträglich. — Als Goldschmuck wirkte
x entweder ärmlich und geschmacklos — wir erinnern
nuur an die unvermeidlichen Medaillons — runde oder
wale Goldvylatten mit der obligaten Verlen⸗ oder, wenns
Apparate für Sool- und
voch kam, Brillantenverzierung darauf, an die „Brochen“
nit den ärmlichen Blatte oder Ornamentenverzierungen
ind an die mehr oder minder groben Kettenarmbänder,
sie den ungalanten Vergleich mit einer — Sklaven⸗
der Sträflingsfessel so nahe legten. Auch die Edel—⸗
zeine wurden in gleich barbarischer Weise als Wert⸗
fück an sich zur Geltung gebracht. Man umgab ein⸗
ach einen Brillant, eine Perle oder einen Farbstein mit
inem Kreis andersartiger Juwelen, dder besetzte die un—
ermeidlichen Halbmonde, Balken oder Hufeisen dicht
nit edlen Steinen, um durch diese Anhäufung eine
runkvolle Wirkung zu erzielen. Daher kam es denn
Und nun sehe man sich einmal diese „modernen“
Schmuckstücke an. Hier sind die Juwelen nicht Selbst—
weck, sondern nur Mittel zum Zweck; das Gold ist
icht köstlich, weil es eben Gold ist, — denn in diesem
Zinne ist ja auch ein Zwanzigmarkstück, ein einfacher
dlumpen Gold köstlich, — sondern weil es wieder in den
dienst des künstlerischen Gedankens getreten ist. Künstler
nd Goldschmied vereinten sich, um wahre Wunder—
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lusführung gleich vollendet sind. Nicht die Kostbarkeit
es Materials bedingt hier in erster Linie den Wert des
„chmuckes — werden doch auch Silber, Halbedelsteine,
Elfenbein ꝛc. zu
en prachtvollsten
Stücken verwen⸗
det —, sondern
die wahrhaft ent⸗
zückende Ausfüh—
cung. Da ist z. B
er Anhänger aus
Silber mit dem
Blatt⸗ und Beeren⸗
motiv. Es ist nur
simples Silber, es
ind nur rund—
geschliffene Gra⸗
raten, die für die
Beeren verwendet
ind, aber welch
ein reizendes
Schmuckstück ist da
geschaffen. Der
andere Anhänger
zeigt eine entzückende Frauengestalt aus Elfenbein auf
der Wurzel einer goldenen Lilienpflanze stehend, deren
Blüte sie ergriffen hat. Eine silberne Schlange ringelt
ich um sie, und auf ihrem Busen glänzt matt eine
rinzige Perle. Mit welcher Feinheit, welcher Delikatesse
st das alles erdacht und ausgeführt. Der Schirmgriff in
Silber ist natürlich dem Zweck entsprechend etwas
nassiver gehalten, aber auch er zeigt das echt Künst⸗
lerische in jeder Linie. Das rein moderne Ornament
in Gold mit eigenartiger Hämmerung zeigen die
Gürtelschnallen, die mit seltsam grünlich schimmernden
Bernsteinperlen verziert sind, sowie die feingearbeiteten
Anstecker, stylisierte Blüten und Blattmotive in ent—
zückender Ausführung, die außerdem noch sehr diskret
ind doch mit reichster Wirkung große Perlen und
Finzelreihen kleiner Brillanten als Verzierung tragen.
Diese Stücke erregten seinerzeit auf der Pariser
Weltausstellung berechtigtes Aufsehen als Dokumente
zßauerstoff- und Ozon⸗Inhalation.
Medikament⸗Inhalation.
Zaudeor & Labiseh. 66p0—