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Volume Nr. 17, 28. April 1901

Full text: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1901, X. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Erklärung. A.: „Nein, lieber 
Freund, wir machen keine Geschäfte 
sehr mitsammen!“ — B.; „Na, warum 
un nicht“ —A.: „Ganz einfach; 
denn Sie kaufen, drücken Sie mich 
nd wenn Sie nachher zahlen sollen, 
zrücken Sie sich!“ 
Nicht so schlimm. Hausfrau: 
Drei Btiefe sür Sie, Elise; das ist 
zoch etwas“ stark!“ — Dienstmädchen: 
‚Ellauben Sie, Madame, davon ist 
Fer nur ein einziger mit voller Be— 
östigung!“ 
Belohnung. Kommis: „Wie 
euer schreibe ich dem Assessor Tritschke 
en neuen Anzug an? 90 Mark?“ 
ESchneidermeister: „Hm, der Assessor 
st cin'anftändiger Mensch, er bezahlt 
gleich und handelt nichts ab, also 
shreiben Sie — 110 Mark.“ 
Naivetät. Bertha (vor einem 
Leihamt): „Mama, was tragen denn 
die vielen Leute in dieses Haus hin— 
in?“ — Mutter: „Pfänder, mein 
Dind.“ — Bertha: „Bekommen sie 
uuch Küsse dafür?“ 
Auf die Probe gestellt. „Sie 
haben mich einen Schwindlex, genannt 
wenn Sie das nicht gleich zurück⸗ 
nehmen, wird es Ihnen teuer zu stehen 
ommen!“ — „Ich nehme nie etwas 
zurück!“ — IMae Daun pumpen 
Sie mir zehn Mark!“ 
Neue Krankheit. „Warum 
wollen Sie denn Ihr Mädchen fort— 
schicken, Frau Lehmann?, Sie scheint 
doch recht nett und reinlich zu sein!“ 
— „Reinlich ist gar kein Wort dafür! 
Die wäscht den ganzen lieben Tag—. 
Ich glaub' wahrhaftig, das Mädel 
eidet am Seifen-Wahnsinn!“ 
Berliner Illustrirte Zeitung. 
Humoristisches. 
——— 
7 
— PDas nhotwendigste. —Zeichnung von F Ehristophe. 
Ja, Schulze. wenn Sie die homerischen Uerse nicht lernen, was soll da spãter aus Ihnen werden? 
Nr. 17 
—— 
Vor Gericht. Richter: „Alse 
Angeklagter, nun geben Sie mir 'ma 
zuerst ein Bild von Ihren damalige, 
Verhältnissen.“ — Angeklagter: „Ver 
geihen Sie, Herr Richter, ich habe mein 
Photographie-Album nicht bei mir! 
Trumpf. A.:. „Wissen Sie,d 
war ich einmal in einer Reitbahn, d 
war so groß, daß man in einer halbe 
Stunde nicht herauskam.“ — B.: „Do 
ist noch garnichts! Ich war einma 
in einem Gerichtsgebäude, da kam i⸗ 
in vier Wochen nicht heraus!“ 
Schön herausgeredet., Gast 
„Donnerwetter! Das foll ein frische— 
Ei sein — da ist ja schon ein halbe 
Huhn drin!“ — Kellner: „Wird nich 
berechnet — ist nur eine kleine Oster 
Ueberraschung!“ 
Der Spötter. A.: „In vie 
Wochen mache ich Hochzeit, natürlie 
Vernunftheirat!“ — B.: „So — Ihr 
Braut scheint aber viel anspruchssos⸗ 
zu sein!“ 
Das gute Kind. Der klein 
Fritz: „Mamg, sieh' doch 'mal schne 
qaus dem Fenster!“ — Mama: „Wa— 
willst du denn, mein liebes Fritzchen? 
— Fritz: „Der Karl will es nich 
glauben, daß du so furchtbar schielst 
Guter Rat, Junggeselle; „Je 
weiß nicht, das Essen in der Kneip 
schmeckt mir gar nicht mehr!“ — Ehe 
krlippel: „Heiraten Sie, heiraten Sir 
lieber Freund. Dann schmeckt Ihne 
nachher auch das — Kneipenesie 
mieder!“ 
Splitter. Es giebt Menscher 
die sich mit einem Biltern das Lehe 
zu versüßen pflegen. 
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