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XVII. Kuriose Typen

Full text: Humoristische Erinnerungen aus dem alten Berlin / Roller, Heinrich (Public Domain)

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Gesicht etwas für Kinder Furchteinstößendes. Kein 
Wunder, wenn dumme Menschen in ihr des Teufels 
Großmutter oder eine Hexe vom Blocksberg witterten 
und in ihrem verkrüppelten Fuße einen „Pferdefuß" sahen- 
Hieß cs ja doch auch, daß sie alljährlich in der Wal 
purgisnacht nicht zu Haufe fei. Jedenfalls hätte sie 
manchem Maler als Modell für eine Märchenhcxe oder 
eine Sybille dienen können, und der Krückstock, mit dem 
sic ging, gab gleichsam ihrem ganzen unheimlichen Wesen 
erst noch eine Art nöthigen Attributs, so daß ihre Er 
scheinung wirklich in's Märchenhafte hinein vervollstän 
digt wurde. Da sich aber der Berliner „selbst vor 
dem Deibel un seiner Jroßmutter nich furchtet", so ivar 
auch „de olle Tappfuß'n" oft genug Gegenstand dir 
öffentlichen Verspottung. Der Berliner hat nun einmal 
keinen Respekt vor Alter oder Autorität. 
Reben diesen und anderen harmloseren Typen traten 
im Jahre 184P die politischen Vollstypen hervor, und 
einer der bekanntesten war der schon bei den „Reh- 
bergen" erwähnte „Linden Müller". Er hieß eigent 
lich nur Müller, war Kaufmann und besaß - oder 
vielmehr seine Frau — in der Marienstraße l ein 
Haus. Er war ein nichtsnutziges Geschöpf und in Kon 
kurs gerathen, so daß seine Frau ihn, den beschäfti 
gungslosen Herrn Gemahl, ernährte, und zwar mittelst 
Schneiderei für die feinere Damenwelt. Sic that dies 
indeß nur unter der Bedingung, daß er sich den ganzen 
Tag vom Hause fern halte, denn zu Hause ließ er keine
	        
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