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für die
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von G
roß Berlin
Stadtverordnetenversammlung zu Berlin.
1. Vorlage (J.-Nr. 3776 B. I. 10) — zur Beschlußfassung —,
betreffend die Deckung eines aus dem Verkauf des Vor
gartengitters der Gemeindeschule Turmstraße 75 ver
bliebenen Restbetrages in Höhe von 370 Jt.
Im Spezialetai 35 für. 1908 Ordinarium Titel II B 4 —
war die Erneuerung des Vorgartengitlers der 82 90. Gemeindefchule
Turmstratze 75 vorgesehen.
Ans Sladtverordnetenkreisen wurde angeregt, das freiwerdende
Gitter nicht öffentlich zu verkaufen, sondern es bei dem beabsichtigten
Neubau der Gemeindeschule Zwinglistratze 2 als Trennung des Schul
hofes gegen das Schulgrundstück Turmstratze 75 zu verwenden. Da
Bedenken hiergegen nicht bestanden, wurde der Wertbetrag des vom
Hochbauamt I a mit 1 100 Jt abgeschätzten Gitters an das eingangs
bezeichnete Konto hinübergezahlt und zwar zunächst vom Vorschußkonto,
da ein Konto „Neubau Zwinglistratze 2" noch nicht eröffnet war.
Inzwischen hat die Schuldeputation von der Errichtung einer Ge
meindeschule auf dem Grundstück Zwinglistratze 2 Abstand genommen,
so datz die beabsichtigte Verwendung des Gitters nicht erfolgen
konnte. Da auf einem anderen städtischen Grundstücke für das Gitter
keine Verwendung war, wurde es, um es nicht dem Verfall auszu
setzen, nach öffentlicher Ausschreibung an den Meistbietenden für 530 Jt
verkauft. Dieser Erlös ist als Teilerstattung an das Vorschutzkonto
abgeführt worden, so datz noch ein Restbetrag von 570 Jt verbleibt,
für welchen Deckung nicht vorhanden ist. Eine Rückzahlung aus dem
vorerwähnten Konto ist nicht mehr angängig, da es bereits abge
schlossen ist.
Die Sadtverordnetenversammluug ersuchen wir daher um folgende
Beschlußfassung:
Die Versammlung genehmigt zur Deckung eines aus dem Verkauf
des Vorgartengitlers der Gemeindefchule Turmstratze 75 fehlenden
Restbetrages die Entnahme von 570.it aus dem Konto für unvor
hergesehene Ausgaben, Kapitel XIII, Abteilung 2 des Etats für 1910.
Berlin, den 15. Dezember 1910.
Magistrat hiesiger Königl. Haupt- und Residenzstadt.
Kirschner.
2. Vorlage (J.-Nr. 12456 B. I. 10) — zur Kenntnisnahme ,
betreffend die Bauabnahme der Feuerwache am Schiller
park (Edinburger Straße).
Der Stadtverordnetenversammlung übersenden wir in der Anlage
die Verhandlung vom 28. November cr.. betreffend die Abnahme und
Uebergabc des Neubaues der Feuerwache am Schillerpark (Edinburger
Siratze) zur Kenntnisnahme.
Berlin, den 15. Dezember 1910.
Magistrat hiesiger Königl. Haupt- und Residenzstadt.
Kirschner.
Berlin, den 28. November 1910.
Protokoll
betreffend die Uebergabe des Neubaues der Feuerwache am Schillerpark.
Anwesend:
Seitens des Magistrats:
Stadtrat Bohm.
Seitens der Stadtverordnetenversammlung:
Stadtverordneter Bäsell,
. Lentz.
Seitens der Hochbaudcputation:
Stadtverordneter Fischer.
Stadtbaumeister Stratzmann i. V.
Seitens der Grundeigentumsdeputation:
Stadtverordneter Meitzner.
Seitens des Polizeipräsidiums, Abteilung für Feuer
wehr:
Ob»rbrandinspektor Reinhardt
v - Dransfeld.
Brandinspektor Julius,
Brandmeister Tamm.
Zu dem heute im Neubau der Feuerwache am Schillerpark an
beraumten Termin zur Uebergabe desselben an die Feuerwehr waren
die obengenannten Herren erschienen.
Die Projektzeichnungen und der Kostenanschlag lagen aus und
wurden eingesehen; der Neubau darauf in allen Teilen begangen und
besichtigt, wobei sich Beanstandungen nicht ergaben.
Hierauf wurde der Neubau seitens des Magistratskommiffars
an Herrn Stadtverordneten Meitzner als Vertreter der Grund
eigentumsdeputation zur Verwaltung und Herrn Oberbrandinspektor
Dransfeld zur Benutzung übergeben.
Bohm. Leny. E. Bäsell. Th. Fischer. Meitzner.
Reinhardt. Dransfeld. Julius. Tamm. Stratzmann.
3. Vorlage (J.-Nr. 114 P11./23 Scb. lila 10) — zur Beschluß-
faffung , betreffend Ueberweisung des Gemeindeschul
grundstücks Wrangelstraße 83 an die Deputation für die
städtischen Fach und Fortbildungsschulen.
Die Frequenz der Gemeindeschulen im Südosteu der Stadt geht
ständig zurück. Das Schulgrundstück Wrangelstratze 85 ist aus diesem
Grunde seit dem 1. Oktober nur noch mit einer 5klassigen Filiale der
114. Gemeindeschule belegt, während es bis dahin zur Unterbringung
der I5klassigen 85. Gemeindeschule diente. Aber auch die ge
nannte Filiale soll zum 1. April 1911 aufgelöst werden, da die 5
Klassen derselben auf die benachbarten Schulen verteilt werden können.
Die Deputation für die städtischen Fach- und Fortbildungsschulen hat
beantragt, ihr das somit zum I. April frei werdende Schulgrundstück
Wrangelstratze 85 zur Benutzung und Verwaltung zu überweisen um
dorthin die bis jetzt in dem Schulhause Görlitzer Strahe 51 untergebrachte
III. Pflichtfortbildungsschule verlegen zu können, da sich aus der ge
meinsamen Benutzung des letzteren Gebäudes fortgesetzt Uebelstände
ergeben haben.
Wir wollen dem Anlrage stattgeben und ersuchen um folgende
Beschlutzfaffung:
Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, datz das Ge-
meindeschulgrundstück Wrangelstratze 85 vom 1. April 1911 ab der
Deputation für die Fach- und Fortbildungsschulen zur Benutzung
und Verwaltung überwiesen wirb.
Berlin, den 13. Dezember 1910.
Magistrat hiesiger Königl. Haupt- und Residenzstadt.
Kirschner.
4. Vorlage (J.-Nr 383/10 O. B.) — zur Beschlußfassung —,
betreffend die Verwendung des für die im Jahre 1910
stattgehabte Allgemeine Städtebauausstellung über
nommenen Garantieanteils.
Durch Beschluh vom 21. April 1910 — Protokoll 18 — hat
sich die Stadtverordnetenversammlung zur Uebernahme eines Garantie
anteils von 15000 Jt an den durch die Allgemeine Städievauansstellung
erwachsenden Kosten bereit ertlärt.
Seitens des Vorsitzenden des Arbeitsausschuffes ist uns nun
mehr die Abschlutzrechnung der Ausstellung zugegangen. Danach ist
der zum Garanliefonds von der Stadt Berlin gezeichnete Betrag von
15 000^6 nur in Höhe von rund 4 000^t für die Ausstellung ver
braucht worden.
Es ist von dem Ardeitsausschutz beschlossen worden, ein Jllu-
strationswerk herstellen zu lassen, welches eine bleibende Zusammen-
fassung des in der Ausstellung gebotenen Anschauungmaterials enthält.
Das Werk soll mit 600 zum Teil farbigen Illustrationen ausgestattet
werden, unter denen im Besonderen auch alte farbige Pläne und
farbige Ansichten von Alt-Berlin enthalten sind.
Um der Veröffentlichung eine weite Verbreitung zu sichern, ist
der Subskriptionspreis mit 10 Jt und der spätere Verkaufspreis mit
15 Jt in Aussicht genommen. Auf Veranlaffung des Arbeitsaus
schuffes hat sich die mit der Herstellung betraute Verlagsfirma Ernst
Wasmuth bereit erklärt, der Stadtgemeinde Berlin 200 Freiexemplare
des Sammelwerkes zu überlaffen.
Nach Angabe des Arbeitsausschuffes haben weiterhin an der
Zeichnung des Garantiefonds für die Ausstellung beteiligten Stadt-
gemeinden Grotz-Berlin bereits ihre Zustimmung zur Verwendung