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die ersten, mächtigen Geister, die die Kunst in ihren
Gedanken erfaßten. Sie waren auch die Ersten, die
damit die deutsche Prosa zu einer höheren Bedeutung
brachten, denn in der Prosa entwickelt sich der Gedanke
selbstständiger, schöpferischer, gestaltender als im Vers.
Mit dieser „Kunst der Prosa" schließt sich Theodor
Mundt Lessing und Winkelmann an, da er ihren
kunst- und literargeschichtlichen Moment ergriffen und
in unserer neuesten Zeit zur völligen Erscheinung gebracht.
Vor noch nicht langer Zeit war die ganze Poesie
der Deutschen, mit wenig Ausnahmen, im eigentlichsten
Sinne prosaisch, jetzt wird die Prosa poetisch.
Gesammelte Schriften, Novellen und Dichtungen
von Theodor Mundt. Erster Band.
1) Cimaletti. Eine Novelle. 2) Protestantische Bilder
aus Böhmen. Leipzig, Verlag von Wilhelm Einhorn.
1843.
Die Novelle, wahrscheinlich aus der Erstlingsperiode
der schriftstellerischen Thätigkeit Theodor Mundt's
herrührend, schlagt nur dann und wann einmal in
einen poetischen oder gedanklichen Silberblick auf. Es
ist zu viel Halbes in ihr; die Personen sind alle
komödiantenhaft und hallen zu lange Monologe. Die
ganze Novelle ist wie Pharao's Traum, in dem die
sieben dürren Wortkühe die sieben fetten Gedankenkühe
verzehren und doch keine dicken Bauche bekommen. Es
ist wie ein Stoff, den sich Friedrich von Heyden
zu einem Schauspiel zurecht gelegt.
In den Protestantischen Bildern aus Böhmen dagegen
zeigt sich wieder ganz Theodor Mundt's