Pfad:
Band 23. Oktober 1897, Nr. 4

Volltext: Der Steinarbeiter (Public Domain) Ausgabe 1.1897,1 (2.Okt.) - 1.1897,13 (25.Dez.) (Public Domain)

Diesem Artikel, der bereits vorige Woche eingesandt 
wurde, aber im „Steinarbeiter“ leider als zu spät ein— 
zegangen nicht mehr veröffentlicht werden konnte, möchte 
ich, da die „Bildhauerzeitung“ inzwischen über die Sache 
berichtet hat, noch einiges hinzufügen. 
Sollte es so sein, daß in allerletzter Zeit Herr Casal 
seinen Bildhauern die 7,2 stündige Arbeitszeit bewilligt 
sJabe, wie das Gerücht geht, können ja die italienischen 
kollegen im Frühjahr die Probe auf das Erxempel 
machen, wenn die Tage wieder länger werden, ob Herr 
Casal nur in einer billigen Anwandlung von Großmuth 
handelte, da jetzt doch nur 7*2 Stunde Arbeitszeit bei 
dem zeitigen Dunkelwerden herauskommen. Auch unseren 
aollegen, den Steinmetzen sei die 8/ stündige Arbeits— 
zeit bewilligt bei 66 Pf. Stundenlohn, unseres Wissens 
arbeiten diese schon länger so, kraft ihrer guten Organi— 
ation. (Anmerkung d. Red.: Letzteres ist bewilligt nach 
dem eine Kommission von Seiten der Steinmetzen be 
Herrn Casal vorstellig geworden war.) 
Auch der deutsche Bildhauer, der in Marmor ge— 
lernt, handhabt den Bohrer ebenso wie der Jraliener, 
der schwere, tiefe und überhängende Falten an Gewändern 
mit dem Bohrer und freigearbeitete, durchbrochene Blumen— 
arbeiten technisch und detaillirt herausholt, es ist nicht 
wie die „Bildhauerzeitung“ sagt, eine besondere Fertiq— 
keit der Jtaliener. 
Zum Schluß sagt die Bildhauerzeitung: „Unser 
vroletarisches Klassenbewußtsein schließt jede chauvinistische 
Regung aus, aber wir verlangen von allen hier an— 
ässigen Ausländern, daß sie Achtung haben vor unseren 
Errungenschaften und nicht die durch vieleOpfer er 
ämpften besseren Arbeitsbedingungen zunichte zu macher 
suchen, andernfalls werden wir mit aller Schärfe dagegen auf— 
reten; dies möge sich Herr Casal, „der erste italienische 
Bildhauermeister Berlins“, ein für alle Mal gesagt sein 
sassen.“ Hiermit können wir uns mit der „Bildhauer— 
zeitung“ vollständig einverstanden erklären und wünschen 
nur, daß sich auch andere ausländische Kollegen, speziell 
bher die Böhmen. diesen Errungenschaften anschließen. 
Korrespondenzen. 
gituntionsbericht. 
Achtung, Steinarbeiter! Wie bereits berichtet, 
sJaben sämmtliche bei dem Baumeister Stenmark-Malmö 
in Schweden beschäftigte Steinarbeiter die Arbeit niederge— 
legt. Der Unternehmer erklärte, sich deutsche Arbeiter 
kommen lassen zu wollen, oder die Arbeit in Hamburg 
»der Sachsen anfertigen zu lassen. Um dies zu ver— 
hindern, machen wir die Kollegen der Hafenstädte sowie 
die Kollegen Sachsens darauf aufmerksam, diese Arbeit 
micht anzufertigen. Die schwedischen Kollegen hoffen 
ruf einen Sieg, wenn die deutichen Steinarbeiter sich 
olidarisch fühlen. Die Arbeiten sind von Cottaer Sand— 
tein. Die Vertrauensleute der Hafenstädte, wie Bremen, 
damburg, Kiel, Lübeck, Stettin, Königsberg, werden er— 
ucht, den Zuzug nach oben genaunten Orten fernzuhalten. 
Zollten irgendwo verdächtige Momente hervortreten, so 
mache man Unterzeichnetem oder auch gleich direkt an 
Georg Malmberg in Malmösi. Schweden. Späraatan 10h. 
Mittheilung. 
Durch taktvolles Vorgehen der neu organisirten 
Kollegen Auerbachs i. Vogtl. gelang es ohne Kampf 
den Zwickauer Tarif einzuführen und ist selbiger auch 
»on den Arbeitgebern daselbst angenommen worden. 
Die Agitations-Kommissionen werden ersucht, jetzt in 
Anbetracht der vorgeschrittenen Jahreszeit die schriftliche 
Agitation mehr zu entfalten und zwar ist es an— 
gebracht, mindestens alle 8—10 Tage mit den einzelnen 
zum Bezirk gehörenden Orte Briefe zu wechseln; auch 
nüßten die neu gegründeten Orte stets mit ihrer Agi— 
ations-Kommission Fühlung behalten. Letzteren muß 
zu jeder Zeit Einsicht in die Verhältnisse des einzelnen 
Ortes gewährt werden, damit eventuellen Vorkommnissen 
ofort entgegengetreien werden kann. 
Der Steinmetz Conrad van Dyk wird von den 
Steinarbeitern Gr. Cotta b. Pirna ersucht baldmöglichft 
einen Verpflichtungen daselbst nachzukommen. 
Folgende Kollegen haben ihre Bücher in Mann— 
heim zurück gelassen: Nikolaus Seitz aus Heubach, 
geb. den 17. August 1871; Wilhelm Seitz aus Heu— 
bach, geb. den 10. Januar 1870; Johannes Volland 
aus Heubach, geb. den 23. Juni 1862. Die Ver— 
trauensleute werden ersucht obengenannte Kollegen auf 
ihre „Vergeßlichkeit“ aufmerksam zu machen. 
Die Vertrauensleute überall mögen die Samm— 
lungen für die englischen Maschinenbauarbeiter 
nit etwas mehr Energie betreiben, damit wir im 
Stande sind, eine namhafte Summe fortzusenden. Man 
Zeachte die Berichte in den Parteiblättern über den Aus— 
tand und suche die Kollegen durch Vorlesen der be— 
reffenden Berichte zum Opfermuth anzufeuern. Vergeßt 
nicht Kollegen, daß Tausende und aber Tausende hungernd 
rür den Achtstundentag kampfen. Ihr Sieg ist unser 
Sieg. Suchen wir durch unsere wenigen Mark die 
Braven zu unterstützen. Auch unsere Varole ist: Hoch 
der Achistundentan. 
Für die englischen Kämpfer sind eingegangen: Von 
er Geschäftsleitung der Steinarbeiter Deutschlands 500,—; 
zteinarbeiter Münchens, 2. Rate 26,80;3 von den Hydro—-, 
zteinz, Gips- und Bildmetzen, Stralau-Berlin d. F. 1Rate 
4,—; Werkplatz Schilling, Berlin 18,50; in Nr. 3 quittirt 
5,. — Mark. In Summa 583.280 Mark 
Quittung 
iber die vom 8. bis 19. Oktober 1897 bei der Geschäfts— 
leitung eingelaufenen Gelder. 
Bayreuth, ohne Angabe 25,60; Magdeburg, Streikfonds 
ind Beitrag 129,77; Lutter a. Bbg., Beitrag 15,—: Reichen⸗ 
dach, Beitrag 10,—2, Streikfonds 750, Deckel 1550; Krafts— 
dorf b. Gera, Beitrag 35,—, Streikfonds 80,—; Wenig— 
Rackwitz, Beitrag 25,—, Streikfonds 25,—, Einbanddecken 
3.—; Bensheim, Beitrag 16,15, Streikfonds 1,—, Deckel 1,70, 
Buchführung 4,2: Oppach, Broschüre 20,96; Bremen, 
zroschüre 20,—, Beitrag 46,—, Streikfonds 8,25; Breslau, 
treikfonds 25,—, Beitrag 15,—; Berlin J, Streikfonds 70,-2; 
Achwarzenberg, ohne Angabe 22,20; Nebra, Einbanddecker 
40; Hof, Deckel 1,50, Broschüre 2,70; „drankfurt a. O. 
weitrag 183,-5, Streikfonds 13,75, Deckel 1,—2, Broschüre 
.—; Löwenberg i. Schl., ohne Angabe 75,—; Freiburg i. B. 
Beitrag 20, —; Enzenau, ohne Anugabe 17,05: Wetzlar 
Seitrag 10. —: München, Beitrag 25,5, Streikfonds 14,70, 
ostock, Beitrag 10,-2, Streikfonds 20, —2; Verlin II, Marmor— 
irbeiter, Beirag 50,—2; Brandenburg, Broschüre 2,70, Bei— 
rag 13,45, Streikfonds 15,—; Weißenfels, Beitrag 5,—, 
Ztreikfonds 15, —; Mannheim, Broschüre 20,04, Teckel 5,—, 
Streikfonds 15,—; Schwarzenbach a. d. S. Beitrag, Deckel, 
Zuchführung 34,52, Broschüre 1,40; Oppach, Beitrag 50,-, 
Streikfonds 20, 2: Bernburg, Broschüre 3,—2; Stempel 1,—, 
VBuchführung 4,25, Streiffonds 10,—, Beitrag 20,-2: Sulz—⸗ 
eld, Stempel 3,2; Leopoldsthal b. Horn, Vroschüre 3,92, 
Veitrag 10, —, Streikfonds 1,-2;: Striegau i. Schl., Beitrag 
17,-, Sixreitffonds 50,2; Selb im Fichtelgebirge, Beitrag 
5,—, Buchführung 5,50 Mark. 
Die Bertrauensleute werden ersucht, auf der Rückseite 
des Post-Anweisungs-Abschnittes zu bemerken, wofür der 
eingezahlte Betrag ist. 
Die Geschäftsleitung der Steinarbeiter Deutschlands. 
J. A.: Paul Mitschke, 
Rirdorf-Berlin, Steinmetzstraße 14. 
Quittung 
über die bei der Erpedition des „Steinarbeiter“ ein— 
zegangenen Gelder in der Zeit vom 1. bis 19. Oktober 1897 
Götz, Kaiserhammer, Abonnement 4. Quartal 1,20 
Minden d. Haug 2,—; Münchberg d. Herm. Jahn 1,10: 
Berlin, Holzmanns Platz 9,60; Hof d. Goller 3,60 
Skandinavischer Steinarbeiter-Verband 6, —; Löwenbergs 
d. Braun 2,20; Sirgwitz d. Bormann 2,—; Kirchen 
lamitz 2,885; Nördlingen d. Greiner 1,10; Brandenburg 
d. Wolf 12,—; Erfurt d. Wagner 14,25; Düsseldor 
10,—; Warberg i. Schweden d. Hedenborg 1,25; Sulz— 
eld d. Daubenthaler 9,553; Bernbura d. Radainsky 
1.10 Mark. 
Sämmtliche Vertrauensleute sowie Verbreiter und 
Einzel-Abonnenten welche Gelder für Abonnement sowie 
Inserate für den „Steinarbeiter“ einsenden, ersuche ich 
die volle Adresse mit vollem Namen des Adressaten zu 
dersehen. Es genügt nicht wenn geschrieben wird: „An 
die Expedition des Steinarheiters“ sondern die unten 
tehende Adresse. 
Einige Exemplare von Nr.2 werden noch gewünscht 
Besten Dank für die Einsendung der bereits eingesandten. 
Die Einzel-Abonnenten werden ersucht das Abonnement 
ür dies Quartal zu begleichen, da wir weder gewilli 
roch im Stande sind die Eremplare umsonit zu ver— 
ibfolgen. 
Die Expedition. 
J. A.: Paul Mitschke. Rirdorf-Berlin. Steinmeßßzstr. 14 
Auerbaqh i. S. Am 12. Oktober fand im 
Restaurant Bürgerverein eine öffentliche Steinmetzver— 
ammlung statt. Auf der Tagesordnung stand Tarif 
ind Verschiedenes. Zu dieser Versammlung waren die 
Zderren Meister geladen, es erschienen aber nur die 
derren Koppe und Neumann, Meister Günther ließ 
agen, er käme nicht. Nachdem die Versammlung sich 
»ahin, nach kurzer Debatte, geeinigt hatte, die Meister 
im Unterschrift zum Zwickauer Tarif, dem wir uns an— 
chließen wollen, zu ersuchen, gab Meister Koppe die 
nit Bravo aufgenommene Erklärung ab, daß er der 
Tarif liebe? heute als morgen unterschreiben würde. 
welcher sich auch Meister Neumann anschloß. Auf einen 
einstimmig angenommenen Antrag, bis zum 14. Oktober 
die Unterschriften einauholen. murde die Versammslung 
geschlossen. 
Die mit dem Einholen der Unterschriften beauftragte 
dommission brachte jedoch nur die Unterschrifteu der 
Zerren Koppe und Neumann, Meister Günther erklärte 
ronsequent von einem Tarif nichts wissen zu wollen 
nit dem Bemerken, wenn er nicht billiger arbeite als 
die Konkurrenz, bekäme er keine Arbeit, er möchte sick 
ieber nicht mehr ärgern, und würde zum Sonnabend 
ämmtlichen Kollegen kündigen. Die Kollegen warer 
zun schnell unter sich einig, den Platz zu sperren, nach— 
dem Herr Koppe erkärt hatte, sämmtliche Kollegen vor 
Bünthers Platz einzustellen. Und als nun 2 Kollegen 
am selben Tage noch den Platz verließen, sah Herr 
Hünther doch, daß es nun mit der Sache ernst sei, und 
ieß am anderen Tage die Kommission kommen, um 3n 
interschreiben, was auch geschehen ist. So haben wir 
iun einen Tarif, nach welchem schon lange gestrebt 
nurde und um wolchen viese Kämpfe maren 
Breitenbach. Achtungl! Die Kollegen von 
Breitenbach und Umgegend müssen doch wissen, daß jeder 
»rganisirte Kollege Beiträge zu zahlen hat. Ich habe 
es nicht nöthig bei jddem in die Wohnung zu gehen, 
und sie abzuholen. Komme ich in die Wohnung der 
Kollegen, um die Beiträge zu holen, wo die Frau blos 
da ist, wird sie sagen: Ist dir mein Mann etwas 
schuldig, so komme wenn er hier ist. Wenn die Kollegen 
nicht von selbst kommen, kann ich keine Abrechnung in 
Ordnung bringen. Traurig genug ist es, wenn sie nicht 
wifsen, was sie zu thun und zu lassen haben. Es wird 
mehrmals angefragt, um Versammlungen abzuhalten; 
berufe ich sie ein, so bin ich nicht im Stande die Ver— 
sammlung zu eröffnen, da der Besuch von seiten der 
Kollegen zu gering ist. Die letzte einberufene Versamm— 
lung konnte ich nicht eröffnen, da von 60 Mann nur 10 
erschienen waren, so macht es keine Lust in solchem Ort 
Vertrauensmann zu sein. In diesem Jahre habe ich 
als Steinhauer nur 4 Monate gearbeitet, dann war die 
Arbeit für mich alle; es wurde mir gesagt, daß ich 
andere Arbeit machen muß, deshalb müssen doch die 
Kollegen von selbst einsehen, daß sie in meine Wohnung 
kommen müssen, um die Beiträge in Ordnung zu bringen. 
Ich habe mit den Kollegen einen Akkord-Tarif auszu— 
arbeiten für das Jahr 1898, kommt und zahlt die Bei— 
träge, dann macht es mir auch Lust, ist das nicht, so 
werde ich meine Hand aurückziehen. Der Vertrauens— 
mann G. Kühn. 
Bremen. Am Sonntag, den 10. Oktober, fand 
hier bei Fischer eine gut besuchte Versammlung statt. 
Die Abrechnung vom Herbst-Vergnügen ergab einen 
kleinen Ueberschuß, welcher vorläufig der Kasse zugeführt 
wurde. Die Abrechnung wurde von den Revisoren für 
richtig befunden, und wurde dem Vertrauensmann 
Decharge ertheilt. Als Vertrauensmann wurde Th. Zeuner, 
und als Revisoren die Kollegen Motzel, Gerold und 
Gärtner gewählt. Als Platzkassirer wurde bei Schmidt 
und Schäfer Kollege Pipenroth gewählt, auf den andern 
Plätzen nahmen die alten das Amt wieder an 
Heubach i. Od. Sonntag, den 26. September, 
sollte hier eine Steinarbeiter-Versammlung stattfinden, 
wozu auch ein Kollege von Frankfurt a. M. erschienen 
war. Im ganzen waren 4 Mann gekommen, und so 
mußte nothgedrungen die Versammlung bis auf weiteres 
verschoben werden. Die Schuld daran liegt haupfisächlich 
an dem früheren Vertrauensmann, der in der ersten 
hier stattgefundenen Versammlung gewählt wurde; jedoch 
eine Pflicht weder den Kollegen, noch der Geschäfts— 
eitung gegenüber erfüllt hat, denn es hatten sich damals 
ca. 100 Kollegen der Organisation angeschlossen, welche 
jetzt wieder bis auf ein paar Mann für uns vorläufig 
verloren sind. Hoffentlich werden sich in der nächsten 
Versammlung mehr Kollegen einfinden, um über diesen 
Punkt Stellung zu nehmen und das Interesse der Or— 
ganisation fördern zu helffen. 
Heppenheim. Sonntag, den 10. Oktober, Nach— 
mittags 3 Uhr, fand die übliche Steinarbeiter-Versamm- 
lung statt. Es ließen sich 7 Kollegen in die Or— 
ganisation aufnehmen. Ferner wurde Kollege Joseph 
Helmbrecht zum Platzkassirer für Sonderbach und Um— 
gebung gewählt, worauf wir die Kollegen hiermit auf— 
merksam machen. Es wurde ferner nach längerer 
Diskussion solgender Antrag angenommen: An reisende 
sKollegen werden vom 1. Oktober bis 1. April 75 Pf. 
und vom 1. April bis 1. Oktober 50 Pf. Unterstützung 
bezahlt, und freies Nachtquatier gewährt. Auch wurde 
beschlossen, daß Sonntag, den 7. November eine öffent— 
liche Steinarbeiterversammlung stattfinden soll, und wenn's 
möglich ist, soll Kollege Kraft in derselben sprechen. 
Betrachten wir hier die traurige Lage, so wäre es doch 
Pflicht, daß jeder Kollege der Organisation beitritt. 
Natürlich sind dies nur einige, welche Ausnahme machen 
und sich nicht anschließen. Auch herrscht in der Werkstätte 
Granitwerke Melibocus die Unsitte, daß einige Kollegen 
2—3 Tage blau machen, und dann die ganze Nacht hin— 
durch arbeiten, ohne Aufforderung des Werkmeisters. Wir 
glauben, daß, wenn ein Unfall passiren würde. dann 
die Kollegen ein anderes Gesicht machen. 
Riuteln. Wir möchten die Kollegen aller Orts auf 
den Steinmetz Wilhelm Dumpelmann aus Berbek 
bei Porta aufmerksam machen, da derselbe hier am Ort 
Verrtauensmann war, jetzt aber abgereist ist, und der— 
elbe ca. 70 Beitragsmarken in sein Buch geklebt und 
nicht bezahlt hat. Die Vertrauensleute werden ersucht, 
dem Wilhelm Dumpelmann sein Verbandsbuch abzu— 
nehmen und dasselbe an die Geschäftsleitung einzusenden, 
auch denselben so zu behandeln wie es ihm zukommt. 
Die Steinarbeiter von Rinteln. 
Speyer a. Rh. Am 9. Oktober fand im Lokal 
zum Karpfen eine öffentliche Versammlung statt, in 
welcher Kollege Kraft aus Mannheim über die wirth— 
chaftliche Lage der Steinindustricarbeiter referirte. Der— 
elbe führte in klarer Weise aus, wie nach den Re— 
polutions- und Kriegsiahren die Lage der Steinarbeiter 
durch quten Geschäftsgang etwas gebessert hätte, aber 
jedesmal nach einigen Jahren um sehr viel schlechter ge— 
worden sei. Ferner betonte er, daß nur durch festes 
ind inniges Zusammenhalten der Steinarbeiter die Lage 
rhesseryt merden könntfe, MWenn wir den Kostengeift
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.