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Die Linienverkettungen sind in diesem Umfang grundsätzlich
verfehlt.
Die Verflechtung von noch mehr Linien in eine Straße hat
große verkehrspolitische und wirtschaftliche Nachteile.
Zur Durchführung der Verkettungen fehlt auch das Geringste
an den allernotwendigsten Hülfsanlagen. Sie bedingen gewisse
Gefahrpunkte und sind geeignet, die Leistungsfähigkeit des Ganzen
herabzusetzen.
Die in Aussicht genommene Belastung ist, wenn die Sicherheit
gewahrt bleiben soll, nicht zu erzielen.
Die Verbindung zweigleisiger Stationen mit einer viergleisigen
Strecke ist grundsätzlich unzweckmäßig. Sie bietet für die
Leistunasfähigkeit keine Vorteile. Sie verursacht Gefahrpunkte.
Der Entwurf der Bahnsteiganlagen aller stark belasteten
Stationen ist so mangelhaft, daß daran die ganze Betriebsführung
scheitern würde und sehr leicht schwere Katastrophen herbei-
geführt werden könnten.
Die verkehrspolitische Notwendigkeit und wirtschaftliche Be-
rechtigung der Unterstraßenbahn unter den ‚Linden‘ ist nicht
bewiesen.
Die Unterstraßenbahn unter der Potsdamer und Leipziger
Straße ist verkehrspolitisch verfehlt, weil sie berechtigte Ver-
kehrsinteressen und ganze Stadtteile durch Ablenkungen schädigt
und den ganzen Verkehr an den kritischsten Punkten noch mehr
konzentriert.
Eine Besserung der Verkehrsnot kann überhaupt nicht durch
eine Aenderung im Straßenbahnbetrieb allein erreicht werden.
sondern nur durch neue Straßendurchbrüche, die den Gesamt-
verkehr zweckentsprechend verteilen.