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Volltext: Goldenes Buch der Zentrale für Kaiser-Panoramen Berlin-W., Passage / Fuhrmann, August (Public Domain)

==a Die Aufgabe der Kunst ist es, bei der Jugend und im Volk edie Gefühle zu wecken und zu fördern. © 
Aachen, den 6. August 1896. 
Nach mehrfach wiederholtem Besuch Ihres Kaiser-Pano- 
ramas kann ich die über dasselbe ausgesprochenen günstigen 
Urteile bestens bestätigen. Dasselbe ist nicht, was man 
gewöhnlich mit „Panorama“ zu bezeichnen pflegt. Ihre 
Moment-Glas-Photographien haben einen hervor- 
stehend künstlerischen und wissenschaftlichen Wert. 
Die Bilder gewähren durch die in vollendet künstlerischer 
Weise dargestellten Ansichten nicht nur für Jung 
und Alt eine sehr schöne Unterhaltung, sondern sie 
sind durch die in Färbung und Beleuchtung natur- 
getreue Wiedergabe bedeutender Städte, landschaftlich 
hervorragender Gegenden und der See auch recht geeignet, 
ein lebhaltes Interesse für Kunst unu Wissenschalt, Tür Geo- 
graphie und Völkerkunde zu erregen. Der Preis für den ein- 
maligen Besuch Ihrer Kunst-Ausstellung ist, namentlich im 
Abonnement, nur mässig gestellt. Dadurch wird es auch den 
weniger Bemittelten möglich gemacht, sich durch den Anblick 
der schönen Bilder zu erfreuen und (was ich nicht für gering 
erachte) auch sich zu belehren. In letzterer Beziehung 
brauche ich nur hinzuweisen auf die Serien von Rom, Venedig, 
Moskau, Savoyen, Tirol, Salzkammergut, .Habana, Amerika, 
von Cairo nach Alexandrien, Smyrna und Malta, von Australien, 
der Nordlandsreise u. Ss. w. 
gez. G. Hasenclever, 
Geh. Regierungsrat. 
Agram, den 4. Oktober 1900. 
Auf Wunsch bescheinige ich hiermit gern, dass mir der 
Besuch des internationalen Panoramas, welches im Monat 
April in unserer Hauptstadt eröffnet wurde, viel Genuss und 
Belehrung bot. Die stereoskopischen Bilder, die uns hier 
Nn Schöner Auswahl und vorzüglicher Ausführung vor 
lie Augen geführt werden, ersetzen uns schon in einer 
einzigen Serie in ausgiebigem Masse die schwierigste und 
teuerste Reise. Das genannte Panorama reicht uns aber jede 
Woche den Genuss einer solchen Reise. Die Bilder, die wir 
da betrachten, sind eine Reproduktion der ausgewähltesten 
Naturschönheiten und Meisterwerke menschlicher 
Hand, und-zwar eine solche Reproduktion, wie sie uns auch 
die beste. Beschreibung- in einem-so. treuen: und: so: lebenden 
Bilde nicht zu bieten vermag. Der Besuch eines solchen Pano- 
ramas ist also wahrlich ein sehr mächtiges Mittel zur 
Belehrung, da dadurch unsere Kenntnisse auf dem Gebiete 
der Geographie, Ethnographie und auch Kulturgeschichte be- 
deutend bereichert werden. Deshalb kann ich nicht genug 
den regelmässigen Besuch dieses Institutes jedem, der irgend 
ein Verständnis für das Schöne oder für die Wissenschaflt 
überhaupt besitzt, empfehlen. Insbesondere lege ich dies ans 
Herz unserer studierenden Jugend, welche da neues Wissen 
sammeln und die schon erworbenen Kenntnisse auf eine sehr 
jeichte und angenehme Weise durch klare und treue Vor- 
stellungen bereichern und befestigen wird. 
gez. Johann Jamnieky, 
Professor des Kgl. Realgymnasiums. 
Annaberg i. Erzg., 12. Februar 1905. 
„Wem Gott will rechte Gunst erweisen, 
Den schickt er in die weite Welt!“ 
Wer hätte nicht schon auf irgend einem Ausfluge, beim 
Anblick irgend einer schönen Landschaft die Wahrheit dieser 
herrlichen Worte empfunden und wen zöge es nicht immer 
wieder hin zu den in der grossen weiten Welt zu schauenden 
wunderbaren Gebilden, die durch die Hand Gottes, wie durch 
die des Menschen entstanden sind! Nicht aber stehen Zeit 
und Geld, die zu wirklichen Reisen gehören, in gleich unbe- 
schränktem Masse jedem Menschen und besonders auch unserer 
Jugend zur Verfügung — und darum muss wohl Ihr Unter- 
nehmen „Kaiser-Panorama‘“ am hiesigen Platze in der Tat als 
höchst willkommen und grossen Genuss verschaffend 
bezeichnet werden. Spiegelt sich doch in all seinen vor- 
trefflichen Bildern die Wirklichkeit bis ins kleinste 
getreulich wieder, und der, der Gelegenheit hatte, auf 
seinen Reisen fremde Städte, Länder und Erdteile zu besuchen, 
charakteristischen Szenen und Festlichkeiten beizuwohnen, 
wird beim Anblick der diese Reisen und Szenen vorführenden 
Bilder Ihres Panoramas das Obengesagte besonders freudig 
bestätigen. Darum spreche ich gern den Wunsch aus, dass 
jedermann, und nicht zum mindesten auch unsere Jugend, Ihr 
Unbefugter Nachdruck wird strafgerichtlich verfolgi
	        
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