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Königl. Preuss, Bade- und Brunnendirektion, Bad Ems.
Allgemeines: Ems ist eine Stadt von über 7000 Einwohnern,
in reizender Lage, etwa 8 km lang an beiden Ufern der Lahn gelegen,
etwa 7 km oberhalb ihrer Einmündung in den Rhein, Schnellzugsstation
der Eisenbahnstrecke Coblenz-Giessen (Durchgangsverkehr nach allen
Richtungen.)
Das Klima von Ems ist ein schr mildes. Rauhe Winde werden
durch die den Badeort einschliessenden Berge abgehalten, während die
das Tal durchfliessende Lahn, sowie der die Stadt umgebende aus-
gedehnte Wald, auch an den heissesten Sommertagen angenehme Frische
und Abkühlung herbeilühren,
Heilziele: Der Kurgebrauch in Ems ist angezeigt bei
katarrhalischen Schleimhauterkrankungen der Atmungs-, Verdauungs-,
der Harn- und der weiblichen Geschlechtsorgane, Katarrhen der Nase,
des Rachens, des Kehlkopfes, Emphysen, Asthma, Folgen von Influenza,
chronischen Magen- und Darmkatarrhen, ferner bei Gicht, Rheumatismus
und Griesbildung.
Kurmiltel ist das „Emser Wasser“, Die Zahl der in Ems ent-
springenden Thermalquellen ist schr gross. Das Wasser ist kristallhell
und von Gasblasen untermischt. Es schmeckt weich, säuerlich, prickelnd
und wird meist gern geirunken. Seine Heilwirkung verdankt es neben
seiner Temperatur seinem Gehalte an Kohlensäure, an Chlornatrium
und doppeltkohlensaurem Natron. Auch dem Gehalt an doppeltkohlen-
saurem Lithion wird eine medizinische Bedeutung beigelegt. Die Emser
Quellen sind die einzigen in Deutschland und Oesterreich vorhandenen
warmen alkalisch-muriatischen Quellen. (28—52° C.)
Verwendet wird das Emser Mineralwasser zu:
a) Trinkkuren
Mineraltrinkyquellen auf dem rechten Lahnufer:
Kränchen I und I],
Kesselbrunnen,
Kaiserbrunnen,
König-Wilhelm-Felsenquelle,
Viktoriaquelle.
Kalte Stahlquelle
Trinkkur das ganze Jahr