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Darunter steht das Epitaph aus teilweise vergoldetem Sand⸗
stein fuͤr Martin Ruffer (f am 22. Maͤrz 1703) mit Putto⸗
koͤpfen, Schaͤdel und Sanduhr.
Einen groͤßeren Raum nimmt das Simonsche Monument
ein, das Andreas Karl und Georg Friedrich Simon ihrer
Mutter Margarethe und deren zweitem Mann Georg Koͤnigs⸗
dorf 1715 gesetzt haben. Es ist das Werk des Bildhauers
Bartholomaͤus Damart, eines Kuͤnstlers der Franzoͤsischen
Kolonie. Der Stuckaufsatz zeigt eine liebliche Maͤdchengestalt,
schlummernd, in Schleier gehuͤllt, uͤber schlangenumwundener Urne
mit einem Storche und rechts und links eine der beliebten Lampen,
die wir bereits in St. Nikolai kennen gelernt. Die Inschriftplatte
darunter ist mit Ähren geschmuͤckt. Nach einem Kupferstich war
fruͤher uͤber ihr eine Urne mit Totenkoͤpfen aufgestellt. Ihr Text
lautet:
D . O . M.s.
ANDREAS · CAROLVS
ET · CEORGIVS . FRIDERICVS
SIMONES
OPTIMAE. MATRI · ET. DIGNISSIMO. VITRICO
CONTRA VOT. PIETATIS. POS · ET ·. SIIVL
SVAE · ET. POSTEROR ·. QVIETI
CONSECRARVNT. MDCC. XV.
Unten zwei Puttokoͤpfe und das schmiedeeiserne Gitter mit zwei
gekroͤnten Monogrammen. Rechts und links ist je eine Bronze⸗
platte mit laͤngeren Inschriften auf die Familie Simon eingelassen.
Unter der linken befindet sich die schlichte Sandsteingrabplatte,
nur mit zwei Wappen geschmuͤckt, die Martin Weise seinen
Schwiegereltern Joachim Berchelmann (f 1631) und Frau
Rosina geb. Steinbrecher (—f 1666) errichtete; unter der
rechten eine aͤhnliche ebendieses Martin Weise (f 1693) und
seiner Gattin Catharina geb. Berchelmann.
Nun folgt ein etwas schwuͤlstiges Monument des Johann
Bottlob Hacker (ç 1700 und seiner Frau Ursula Maria
geb. Wobermin (f 4710. Der Sockel traͤgt die Wappen des
Ehepaares, auf ihm erhebt sich ein loͤwenfuͤßiger Sarkophag mit