Path:
Volume 5. Juni 1897, Nr. 23

Full text: Bauhandwerker (Public Domain) Ausgabe 13.1897 (Public Domain)

Steinindustriearbeiter. 
(Fortsetzung aus der Beilage.) 
Demitz: Pflastersteinindustrie; das Schärfen des 
Geschirrs beträgt dort wöchentlich 1,60 Mk., was 
mindestens 15 pCt. des Jahresverdienstes ausmacht. 
In Häßlicht werden auf emtliehenes Geschirr 3 pCt. 
des Verdienstes vorweg abgezogen, und dann hat der 
—— wöchentlich 0,80 Mk. oder 4 pCt. des 
Jahredverdienstes für Schmiedeschärfe zu bezahlen. Das 
ünd 7pCt. des jährlichen Verdienstes, der ihm verlustig 
geht. In dem Granit-Bruch bei Riesa, wo Schmiede— 
schärfe wöchentlich 1 Mk. beträgt und die Kosten des 
eigenen Geschirrs auf 57,50 Mt. sich belaufen, haben 
die Leute auch noch an Sprengmaterial wöchentlick 
Lu2 Pfd. Sprengpulver à Pfd. O,38 Mk. —0,57 Mtk. 
uind alle 4 Wochen einen Ring Zündschnur à 0,20 Mk 
zu liefern; das macht eine jährliche Ausgabe von 30 
dis 35 Wek. Es ist nur schade, daß der jährliche Ver— 
dienst der Leute nicht bekannt ist, um zu sehen, von 
welch „horrender“ Summe diese Auslagen abgehen. 
In Tschirnitz bei Jauer gehen auch noch 6!,2 pCt. des 
Herdienstes für Schmiedeschärfe ab— 
Sogar die Beleuchtung muß der Arbeiter stellen— 
weise dem Unternehmer liefern. Demnach ist es wirklich 
angebracht, daß man sich eingehend mit dieser Sacht 
hefaßt, um möglichst Beseitigung dieser traurigen Ver— 
hältnisse herbeizuführen. Es ist leider zu bemerken, dafß 
ich folgende 69 Orte an den Erhebungen nicht be 
heiligt haben: Augsburg, Auerbach i. Vogtl., Aue i. Erzgb. 
Altenhagen, Berlin J. Blankenburg a. H., Bensheim 
Berka, Bernburg, Cassel, Colmar, Cudowa, Darnistadt 
Duisburg, Dortmund, Dietz a. Lahn, Eisdorf, Enzenau 
Sisenach, Fechenbach, Frickenhausen, Gotha, Groß 
vendern, Groß-Heubach, Hamburg II, Hörden, Halber— 
tadt, Hanau, Helmstedt, Heppenheim, Horn i. Lippe, 
Horst a. Rh., Hohburg, Heubach i. Hess., Jena, Karls— 
ruhe, Kirchensamitz, Königsberg i. P., Kraftsdorf, Königs— 
utter, Kaiserslautern, Köen a. Rh., Mühlhausen i. Els. 
Münster, Mömmlingen, Mörnsheim, Neubrunn, Nieder— 
amitz, Naumburg, Osnabrück, Offenstetten, Oppach 
Ockershausen, Pirna, Passau, Pölzig, Reichenbach i. Vgtl., 
Seebergen b, Gotha, Selb i. Oberfr., Stadtoltendorf, 
Schwarzenberg i. Schl. Solnhofen, Schwarzenbach in 
Bayern, Schlegel in Schl., Schweinfurt, Schreiersgrün, 
Hölksen, Velpke und Zittau. Dies ist ein Zeichen der 
zuteresselosigkeit dieser Orte, welches der Allgemeinheit 
nicht zum Vortheil gereicht. Es sollen jetzt im Laufe 
der Zeit Mittel und Wege gefunden werden, diesen Uebel 
tänden abzuhelfen. Wie kann das aber möglich sein, 
a es viele Schwierigkeiten machen wird diese theilweise 
ief eingewurzelte Sitte des Eigenthumsgeschirrs aus— 
zurotten, wie kann das möglich sein, wenn in Orten es 
chon unterlassen wird, Rubriken ausgesandter Frage— 
»ogen auszufüllen, oder wenn keine Fragebogen einge 
roffen sind, solche bei der angegebenen Adresse zu be— 
tellen. Die Aufforderungen sind doch auch nicht umsons 
erlassen, sie sollen und müssen ihren Zweck erfüllen 
rotzdem solche Aufforderungen nicht nöthig sein sollten 
zoffen wollen wir aber, daß wenn Mittel und Wege 
sefunden sein werden, diesem entgegen zu treten, die 
Zteinarbeiter aller Orte thatkräftig dafür eintreten werden 
zch möchte aber an die Steinarbeiter Deuischlands noch 
ꝛinmal die Bitte richten, wenn sie wieder Aufforderungen 
zum Zwecke einer Thätigkeit, die unser Allgemein-Woh'! 
hetreffen, zu Gesicht bekommen, diese ihren Vertrauens— 
euten zu unterbreiten, damit in allen Sachen etwas 
Banzes geschaffen wird. Es wird uns nichts gutwillig 
n den Schooß geworfen, wir müssen um eine bessere 
Erxistenz kämpsen. Aber wir selbst können es uns leichter 
nachen, wenn wir alle bei jeder Sache Hand anlegen. 
Darum Kollegen organisirt Euch, nicht blos um Euren 
Beitrag zu bezahlen, sondern seid auch alle thatkräftige 
Mitalieder unserer Steinarbeiter-Organisation. 
Mit kollegialischen Gruß 
D. Hirtmann. Generalstatistiker 
gituationsbericht. 
Der Streik der Steinarbeiter in Wehrsdorf bei 
Oppach dauert unverändert fort. Das Verhalten der 
Kollegen ist ein musterhaftes, die Situation für dieselben 
äußerst günstig. Die Unternehmer glauben, daß die 
Kollegen in Anbetracht des kommenden Festes fahnen— 
ffüchtig werden. Diese Freude werden sie aber den 
Unternehmern nicht bereiten, sie werden zeigen, daß sie 
m Stande sind, ihre sehr bescheidenen Forderungen 
durchzudrücken, und als Menschen ihre Rechte zur 
Geltung zu bringen. Noch weigern sich die Unternehmer 
mit den ausständigen Kollegen zu verhandeln und hoffen 
die ersteren, der Hunger würde die Streikenden ihnen 
auf Gnade und Ungnade in die Hände treiben. Nur 
dollegen allerorts, sorgt dafür, daß dieses nicht geschieht 
Im Anschluß hieran macht die Zentralleitung be— 
kannt, daß von nun an periodenweise die Bekannt⸗ 
machung derjenigen Kollegen erfolgen wird, welche mit 
oder ohne Absicht ihr Organisationsbuch irgendwo 
liegen lassen und dann sich in den Besitz eines anderen 
Huches zu setzen suchen. 
Die Vertrauensmänner allerorts werden von dem 
Interzeichneten ersucht, die Namen ihm einzusenden, 
»amit die betreffenden daran erinnert werden, wo sie 
hr Buch „verloren“ oder „vergessen“ haben. 
Den Verbreitern der Geschichte der Organi— 
ation der Steinarbeiter geben wir bekannt, daß 
»ie 2. Lieferung in derselben Stückzahl ver— 
endet wird als die erste, falls Aenderungen vorge— 
ommen sind, werden die Vertreter ersucht, dieses sofort 
ekannt zu geben. Bei den nächsten Lieferungen 
verden den Verbreitern vom 10. Eremplar an 10 pEt. 
des Betrages gewährt und kommen diese den Verbreitern 
zu Gute, dagegen fällt das sogenannte Freierxemplar 
ort. Die Geschäftsbücher erscheinen in 2 Sorter 
ind zwar für den Vertrauensmann und für die Platz 
assirer. Die letzteren gelangen in 4 Stärken zur Aus 
jabe und zwar für 20, 40, 60 und 100 Mann be 
rechnet. Die Vertrauensleute werden ersucht, die ge— 
vünschten Sorten anzugeben. 
Mit kollegialischem Gruß 
Die Geschäftsleitung der Steinarbeiter Deutschlands. 
A.: Paul Mitschke 
9 
Quittung 
iber die bei der Geschäftsleilung vom 17. Mai bis 1. Juni einge— 
laufenen Gelder. 
—D0— 
Magdeburg,. Broschüren 9,40; Halle, ohne Angabe 15,—; Milten— 
erg, Streitsfonds 3,25; Mittweida, Deckel 5,—; Beitrag 4,103 
Demitz, ohne Aungabe 30,—; Hamburg durch Schirmer, Broschürer 
,—; Frankfurt a. O. Broschüren 1,20; Dresden, Streikunter— 
tützung 50, —; Ulm, Beitrag 5,—; Broschüren 9, —; Aue im 
Frzgebirge, Beitrag 2,6605; Streikfonds 83,25; Deckel 080 
zernvurg. ohne Angabe 18,80; Bruckmöhl, Beitrag 10,—; 
groschüren 2,—2; Berlin durch Zabel, Broschüren 1,60; Pölzig, 
Ztenpel 3,—; Leipzig. Beitrag 100 —; Rostock, Beitrag 20,— 
Streiffonds 30, —; Deckel 1,—2; Broschüren 2,60; Berlin II 
Marmorarbeiter), Streifnuterstützung 86,70; Broschüren 2,203; 
zerlin durch Rönsch von Baake 3,50; Hannover, Beitrag 28,50; 
Zlauen, Beitrag 50,—; Stempel 1,—; Plaming, Berlin, 0,20 
prfurt, Beitrag 25. —; Broschüre 8,—; Löwenberg i. Schl. 
Zeitrag 25,—; Deckel 150; Broschüre 0,40; München, Streik— 
onds 22, —; Riesa, Beitrag 25,—; Streitfonds 20,—; Sitraß⸗ 
uurg, Streitüberschuß 275,83 Mark. 
Richtigstellung in Nr. 22 des Bauhandwerker. In der 
Ibhrechnung vom Streik des Gottleubathales muß es yeißen: 
„Dauben (Plauenschen Grund) 50,—“ statt 300, -. 
Die Geschäftsleitnung der Steinarbeiter Deuschlands 
J. A.: Paul Mitschke. 
Nirdorf-Berlin, Steinmetzstraße 14 
Berlin. Die Marmor-und Granitarbeiter hielten 
am Dienstag, den 18. Mai, eine öffentliche Versamm— 
lung ab. Die Vierteljahrs-Abrechnung des Vertrauens 
mannes ergab eine Einnahme von 273,40 Mk. und 
eine Ausgabe von 245,51 Mtk., verbleibt ein Bestand 
bon 27,89 Mk. Die Revisoren bestätigen die Richtigkei— 
der Abrechnung, worauf die Versammlung dem Ver 
rauensmann Decharge ertheilt. Bezüglich der Reise 
Anterstützung wurde beschlossen, daß zugereiste Kollegen 
ich an den Vertrauensmann zu wenden haben und die 
Auszahlung durch Kollegen Geppert, Perleberger-Str. 6 
gzeschieht. Unter Verschiedenem wurden dem Vertrauens— 
mann 15 Mk. für seine Bemühung bewilligt. Außer— 
dem wurden cinem zugereisten Kollegen 3 Mek. bewilligt 
Der Streik bei der Firma Fink wurde für beendet er 
klärt und die Sperre über dieselbe aufgehoben. 
Bremen. In der gut besuchten Versammlung am 
12. v. M. bei Fischer legte der Vertrauensmann die 
halbjährige Rechnung. Die Einnahme ergab 349,20 Mk 
die Ausgaben 357,70 Mk. Bestand 36,50 Mk. Er 
demerkt, die Kollegen hätten trotz der schlechten Verhält— 
nisse ihr Möglichstes gethan, die Organisation hoch zu 
hjalten. Ihm wird Decharge ertheilt. Es wird beschlossen 
zur besseren Kontrolle der Platzkassirer, Kontrollbücher 
einzuführen. Als Revisoren werden die Kollegen Jacoby, 
V. Maus und Gerold gewählt. Am 19. Juni soll ein 
Ztiftungsfest in Ludwigslust abgehalten werden. Wegen 
des Verhaltens des Kollegen Nebringer, der sich beim 
Streik der Hamburger Hafenarbeiter als Arbeitswilliger 
jat gebrauchen lassen, entsteht eine längere Debatte und 
vird derselbe aus der Organisation ausgeschlossen, weil 
nan sein Verhalten als unverzeihlich betrachtet. 
Dann wurde beschlossen, daß ältere Kollegen, die der 
Irganisation sich wieder anschließen wollen (nachdem 
ie vorher ausgetreten waren!) einen Betrag von 10 Mk 
zu zahlen haben. Die Versammlung hat üher die Anf 
iahme zu beschließen. 
Die Arbeitsverhältnisse sind hier, außer beim 
Dombau, sehr schlecht. Die Privatbauten werden 
neistens aus Cement gemacht, da der Oberkirchner Sand— 
tein, der hier Verwendung findet, den Bauherrn zu 
heuer ist und anderes Material wenig vorkommt. Die 
segierungsbauten, die freilich meist in Sandstein aus— 
seführt werden, lassen die Arbeiten in den Brüchen an— 
ertigen. Es ift für uns daher von großer Wichtigkeit 
aß die Steinbrecher von Oberkirchen sich der Organisation 
ingeschlossen haben. Wir sind dadurch wieder um einen 
Schritt vorwärts gekommen. Mögen diese Kollegen treue 
Anhänger der Organisation bleiben. 
Bruckmühl. Zugereiste, schon organisirte Kollegen 
rsahen es unternammen für die Arheiter des Posnerschen 
Beschäftes hier und für die des Leißschen Geschäftes in 
Westerham unsere Organisation hier einzuführen. Sie 
anden bei den hiesigen Arbeitern qute Aufnahme, regten 
aber auch die Unternehmer auf, welchen von charakter— 
iosen Zuträgern die Hiobspost hinterbracht war, daß die 
Sozialdemokraten da seien, und eine Revolution in 
Aussicht stände. Dem zum Vertrauensmann vorge— 
chlagenen Kollegen Mader wurde gekündigt, und jedem 
»er der Organisation beitreten würde, wurde dasselbe 
Schicksal angedroht. Die Kollegen ließen sich nicht ein 
chüchtern. Es wurde abends 6 Uhr zum Budenrecht 
angesprochen. Sämmtliche Kollegen erschienen, erklärten 
ich bereit, der Organisation beizutreten und verlangten 
die Namhaftmachung des Denunzianten. Dieses wurde 
„war nicht erreicht, aber die Zurücknahme der Kündigung 
»es Kollegen Mader bewilligt und die Weiterführung 
hder Organisation zugestanden. Damit war zwar ein 
Zieg errungen, aber doch nicht voller Friede hergestellt 
ẽs sollte Rache genommen werden. 
Als am 23. v Mts. eine Versammlung stattfinden 
ollte, um die Organisation nun wirklich ins Lebeu zu 
rufen, konnte man dies freilich nicht hintertreiben, man 
uchte aber einzelne Kollegen, Neulinge in der Sache, 
vom Besuch der Versammlung fern zu halten. Herr 
Rösner ließ die Arbeiter an demselben Ort zusammen— 
kommen, an dem vor 14 Tagen das Budenrecht ge— 
)alten war und sprach „wie ein Vater zu seinen 
cindern“, wie er selbst sagte: „Wozu braucht man eine 
Irganisation? Man wende sich vertrauensvoll an mich! 
Will einer mehr Lohn, — Bums, da hat er ihn. Ich 
var selbst Arbeiter, bin noch Arbeiter und werde auch 
einer bleiben. Sozialistische Einrichtungen kann ich 
aicht dulden, das würden die umwohnenden Bauern 
nicht leiden u. s. w.“ Kollege Mader wurde sofort 
entlassen. .Einige Kollegen ließen sich wirklich ein— 
chüchtern und blieben der Organisation fern. Die 
bersammlung war nur schwach besucht. Kollege Zankl 
dielt einen Vortrag über Zweck und Nutzen der ge— 
verkschaftlichen Organisation. Es ließen sich drei 
Kollegen aufnehmen und Kollege Dismas Valentiner 
purde zum Vertrauensmann gewählt. An ihn sind 
Zuschriften zu richten. 
Herr Mader erhielt folgendes Entlassungsattest: 
Zeugniß. 
Dem Steinmetz J. Mader wird hiermit bestätigt. 
daß er vom .— bis ... bei mir in 
Arbeit stand. Mader war fleißig und geschickt, mußte 
iber sozialistischer Umtriebe wegen entlassen werden. 
(Die Redaktion bemerkt hierzu, daß Herr Mader 
dieses Zeugniß nicht anzunehmen braucht. Er kann ein 
reines Zeugniß verlangen, in dem nur Dauer und Art 
der Arbeitszeit bescheinigt ist; den Unternehmer daraus 
hin verklagen und für die Dauer bis Ausstellung des 
gesetzmäßigen Zeugnifses Entschädigung verlangen. 
Sehen Sie, es ist auch ein ganzes Stück kürzer 
jegangen, ohne etwas Wesentliches auszulassen.) 
Eisdorf b. Striegau. Am Donnerstag, den 
27. Mai fand im Gasthause zu Eisdorf eine schwach 
desuchte Steinarbeiterversammlung statt, in welcher Kollege 
Franke aus Warthau über Zweck und Nutzen der 
Hewerkschaftlichen Organisation sprach. 
Redner machte einige Bemerkungen über verfehlte 
Ausstände und meinte, daß das geringe Interesse der 
Arbeiter an der Organisation daran Schuld sei. In 
der Diskussion sprachen einige Arbeiter im Sinne des 
Referenten. Betreffs der Wahl von Delegirten zur 
Provinzial-Konfereuz wurde der Antrag gestellt, aus 
edem Bruche einen zu entsenden, was die Versammelten 
annahmen. Die Striegauer Kollegen haben durch Unter— 
chriften gewählt. Kollege Häusler fragt an, ob die 
Konferenz eine öffentliche ist, ob Gäste Zutritt haben. 
kollege Schwarzer erwiderte, daß die Konferenz Gäste 
mit berathen lasse, nur nicht mitstimmen. Kollege Kirsch 
kam noch einmal auf die Bunzlauer Konferenz zu sprechen, 
wo unserem bisherigen Geschäftsleiter, Herrn Kollegen 
Ph. Thomas, ein Mißtrauens-Votum ausgestellt wurde, 
vas schließlich zu seiner Amtsniederlegung Anlaß gegeben 
hat, Ganul) und machte den Vorschlag, die Delegirten 
ollen sich bei derartigen Anträgen der Abftimmung ent— 
jatten. (7) Auch Kollege Franke war derselben Ansicht. 
Nachdem noch einige Kollegen gesprochen, stellte Kollege 
däusler den Antrag, das Protokoll von Punkt „Ge— 
verkschaftliches“ der Konferenz vorzulegen, was durch 
Abstimmung gegen eine Stimme angenommen wurde. 
Zollege Kirsch-Striegau stellt den Antrag, daß für 
Striegau einen Ortsstatistiker gewählt werden möge. 
Es wurde als solcher Kollege Puder gewählt. Nach— 
dem Kollege Kirsch noch an die Streikfondsmarken er— 
nnert hat, gab Kollege Niepold bekannt, daß die 
trankenunterstützungskasse Allgemeiner Deutscher Verband 
„Solidarität“ hier eingeführt und jür jieden Stein 
arbeiter zu empfehlen ist 
Erfurt. Am 11. d. Mts. fand im Restaurant 
ardinal eine öffentliche SteinarbeiterVersammlung statt, 
welche sehr gut besucht war. Zum 1. Punkt erhielt der 
Benosse Simon das Wort, welcher über Nutzen und 
Werth der Organisation in den Gewerkschaften refarirte. 
Der Vortrag wurde von den Kollegen mit großem 
Veifgll aufenommen. NWum Schluß betonte der Genoöss—e
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.