Beihilfe in Anfpruch zu nehmen, der lehnte aber einen an ihn geftellten Antras
auf einen einmaligen Zufhuß von 1000 Thalern und einen jährlichen von
150 Cbhalern ab.
Damit ruhte die Sache für eine Weile, bis fie nach Herrn von Peters
dorffs Abgang fein Nachfolger, Landrat Graf von der BGolg, im ZYahre 1861
wieder aufnahnı. Damals befanden fich im Baufond etwa 900 Thaler. Bierzu
Fanten 2000 Thaler von Herrn von Zimmermann, in welche er feine Aufagre
betreffs des Waterials verwandelte.
Dennoch Famı man nicht weiter, obwohl auch der Zobanniterorden einen
einmaligen Beitrag von 1000 Thalkern und eine jährliche Beihilfe von 400 Thalern
zufagte, auch die Stadt zu günftigeren Bedingungen, namentlich zur unentgeltlichen
Hergabe eines Bauplages, fich bereit erklärte. m Jahre 1866 verfügte man
über ein Baufapital von 3200 Thalern, das damalige Bauprojekt forderte aber
5650 Thaler, und man glaubte deshalb nicht anfangen zu Fönnen. Sweifellos
fprach dabei auch die nıchr oder minder are Empfindung mit, daß der geplante
Bau den zu ftellenden Anforderungen noch immer nicht genügte, Man fuhr alıo
mit der Sammlung von Geldbeiträgen fort und fuchte fih mit der Einrichtung
anderer vom Zohanniterorden unterhaltener Kranfenhbäufer bekannt zu Machen,
So Fanı es denn im Hahre 1867 zur Aufitellung eines neuen Bauplanes, der
auf 8000 Thaler lautete, von denen der Orden etwa 3000 Thaler tragen follte.
Der Landrat Graf von der Golg begab fihH zum Ordensfefte {Abit nach
Sounenburg, und der Erfolg feiner von dent inzwifchen zunı ANinijter beförderten
Herrn von Seldhow aufs wärnyte unterftüßten Bemühungen war ein über:
vafchender. Denn der Orden bewilligte die doppelte Summe als einmalige
Beihilfe, die Brandenburger Genoffenfchaft fügte noch 1000 Thaler hinzu und
verpflichtete fich überdies, zu den UAnterbaltungsFoften jährlich 5300 Thaler
beizufteuern.
Yun hätte man unverzüglich an die Ausführung des Baues gehen follen.
Yber nun traten andere Hinderniffe ein, Denn einesteils trat der in der Sache
jo thätige Graf von der Golg mit einem neuen, noch Foftipieligeren Projekte
hervor. Andernteils legte in Züllichau der dem Bau fehr geneigte Bürgermeiiter
Wotfchke fein Amt nieder, und fein Nachfolger ftand anders dazu. Die Stadt
behörden vergaben das fchon zum Bauplat beftimmte Terrain als Ererzierplaß
an das in Süllichau garnifonierende 10. UWanenregintent, machten die fFrüberen
Befchlüffe betreffs der Beteiligung der Stadt an dem ganzen Unternehmen
rüdgängig und befchloffen den Bau eines eigenen ftädtijchen Kranfenbaufes
Uls Grund wurde angegeben, daß troß der hochherzigen Anerbietungen des
Zohamniterordens der Krankfenhausbau noch immer nicht gefichert fei. Es mas
auch eine gewiffe Abneigung gegen die Dfleace durch Diakfoniiien mitaciprochen