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XVIII.

Full text: Der Millionenbauer / Kretzer, Max (Public Domain)

Der Millionenbauer. 
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Worte zwischen den Zähnen hervorpressend. „... Aber 
das geht Sie ja eigentlich gar nichts an“, schloß er dann 
rücksichtslos. 
„Sie haben recht. Diese Dinge interessieren mich auch 
gar nicht,“ erwiderte Frommberg mit kalter Höflichkeit. 
„Bleiben wir einfach bei der Sache.“ 
Sie berieten nun eingehend, was für die Folge zu tun 
sei. Das Endresultat davon war, daß Frommberg den 
Vorschlag machte, sich mit Dora Tietz in Verbindung zu 
setzen, um sie zu bestechen. Köppke fand die Ausführung 
dieses Gedankens zuerst sehr gewagt, erklärte sich aber 
schließlich damit einverstanden. Er wollte es aber zunächst 
auf einen Versuch ankommen lassen, bevor er sich zur Zu⸗ 
sage einer bestimmten Summe verpflichtete. Man dürfe 
diesem Mädchen nicht zu viel trauen; wer könne auch 
wissen, ob sie nicht seinem Schwiegersohne sofort alles 
enthüllte. Schließlich fragte er, ob es nicht besser wäre, 
wenn er selbst sie aufsuchte, um ihr sein Herz auszuschütten. 
Bei diesen Worten lachte er vergnügt vor sich hin. Er 
erinnerte sich wieder des lustigen Abends in Wilmersdorf: 
der grünen Bäume, des bunten Lebens im Tanzsaale und 
der von der Hitze geröteten Wangen Doras. Verfügte 
er nicht über Millionen, brauchte er nicht bloß in die 
Tasche zu fassen, um alle ihre Wuͤnsche zu erfuͤllen? 
Hundertmal eher, als sein Schwiegersohn es tun konnte! 
Dummstolz und Eitelkeit regten sich wieder in ihm; der 
Wunsch, einmal zu beweisen, daß man sich durch Geld 
alles kaufen könne, packte ihn in diesen Minuten so mächtig, 
daß er wie in einem Banne lag und kaum hörte, was 
Frommberg zu ihm sagte. „Hm, hm,“ machte er einige⸗ 
mal, als könnte er noch nicht recht zu einem Entschlusse 
Kretzer (B. 716—720). 20
	        
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