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XVII.

Full text: Der Millionenbauer / Kretzer, Max (Public Domain)

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Max Kretzer. 
eine Zeitlang der Schrecken der Berliner Verbrecherwelt 
gewesen war. Durch Hennicke, dem er sein ganzes Ver— 
trauen schenkte, war er darauf gebracht worden. Vor 
einiger Zeit hatte ein andrer Schöneberger Bauernmillionär 
in einer ähnlichen Angelegenheit zu demselben Hilfsmittel 
gegriffen und es sich viel Geld kosten lassen, um an sein 
Ziel zu gelangen. Der Prozeß, der sich daraus entspann, 
beschäftigte Schöneberg wochenlang; sämtliche Berliner 
Zeitungen sprachen über die unerquickliche Angelegenheit, 
die ein merkwürdiges Kulturbild an das Tageslicht ge— 
fördert hatte. 
Und so war es Hennicken nicht schwer gewesen, seinen 
Freund von der Nutzanwendung desselben Gedankens zu 
überzeugen. 
„Was der kann, können wir auch“, hatte Köppke ge⸗ 
sagt und von einigen tausend Mark gesprochen, die er zu 
diesem Zwecke einmal „springen“ lassen wolle. Sein 
Rachedurst war durch nichts zu stillen. Wo er ging und 
stand, bruütete er darüber nach, wodurch er sich Vergeltung 
verschaffen könne. Das persönliche Schicksal Heckenstetts 
wäre ihm schließlich gleichgültig gewesen, hätte er nur die 
halbe Million wieder in seiner Tasche gehabt. Zuletzt 
richtete sich seine ganze Wut gegen die Älteste, denn in 
seinen Augen trug sie die Hauptschuld an allem, was man 
ihm angetan hatte. Seit dem letzten Zusammentreffen mit 
dem Major fühlte sich Köppke zeitweilig in gehobener 
Stimmung. Mit beißendem Spott kam er immer wieder 
auf die Abfertigung zurück, die er dem alten Freiherrn 
habe zuteil werden lassen. Die „Weinbestellung“ spielte 
dabei die Hauptrolle. Dieses Ausspritzen seiner Galle gab 
ihm eine gewisse Befriedigung. Fritz, der sich ihm immer
	        
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