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XVII.

Full text: Der Millionenbauer / Kretzer, Max (Public Domain)

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Max Kretzer. 
während er sich bemühte, einen Ausweg zu finden, um 
seine Frau auf das, was er zu tun die Absicht hatte, vor⸗ 
zubereiten. Endlich klingelte er und ließ durch Jean seine 
Frau zu sich bitten. 
„Ich dachte, du wärest schon fort,“ sagte sie mit un⸗ 
geheucheltem Erstaunen. 
„Ich hatte etwas vergessen ... Willst du nicht einen 
Augenblick Platz nehmen? Wie, du hast geweint? Doch 
nicht etwa um mich?“ Er sah ihre geröteten Augen und 
wurde dadurch gerührt. Und als sie plötzlich ihr Gesicht 
abwandte, fühlte er sich bewogen, auf sie zuzutreten. Das 
Mitleid für sie erfaßte ihn; er sagte sich, daß sie im Grunde 
genommen an allem unschuldig sei. Aber sofort machte 
er, durch eine abweisende Handbewegung dazu genötigt, 
eine Seitenwendung, die Trostesworte, die er bereits auf 
den Lippen hatte, unterdrückend. 
„Ich geweint? Daß ich nicht wüßte. Das ist nur 
Täuschung. Weshalb hätte ich's auch tun sollen? Ich 
habe keine Veranlassung dazu gehabt.“ Die Rauheit ihres 
Tones machte ihn betroffen. 
„Ich hatte eigentlich eine Bitte an dich,“ begann er wieder 
nach einer Pause, „oder ... vielmehr ...“ Er stockte, denn 
er fand es unbehaglich, auf das mit allen Einzelheiten zu⸗ 
rückzukommen, was ihm seine Mutter gestern erzählt hatte. 
„Sie wird dir erfüllt werden, soweit es in meinen 
Kräften steht ... Selbstverständlich!“ gab sie ruhig zur 
Antwort. Das „Selbstverständlich“ war so bestimmt 
herausgestoßen, daß er sie verwundert anblickte. Zu seiner 
Überraschung fuhr sie aber sogleich fort: „Ich kann mir 
denken, worum es sich handelt. Mein Vater hat sich 
wieder taktlos benommen.“
	        
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