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XI.

Full text: Der Millionenbauer / Kretzer, Max (Public Domain)

Der Millionenbauer. 
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„Also ein Pferd will er immer bauen,“ fiel Köppke, 
ebenfalls heiter werdend, ein. „Ja, die von der Kavallerie...“ 
Plötzlich kam er auf etwas, woran er bisher noch gar 
nicht gedacht hatte. Während er sie beide betrachtete und 
sich innerlich erfreute an dem Anblick dieser runden Ge⸗ 
sichter, auf deren Wangen das Rot kraftstrotzender Ge⸗ 
sundheit lag, sagte er sich, daß er sich eigentlich kein besseres 
Paar denken könne. Sie paßten zueinander, als hätte die 
Natur sie dazu bestimmt. Sie würden gewiß sehr lustig 
miteinander leben und die ganze Welt von der rosigsten 
Seite betrachten. Und weshalb sollten sie nicht auch zu⸗ 
sammengehören? Von diesen beiden wußte er, daß sie ihn 
mit offenen Armen empfangen würden, befänden sie sich 
erst in ihrem Neste. Wenn sie sich wirklich gern hatten, 
dann konnte er auch ihr Glück beschließen helfen, schon 
um Henrietten einmal zu beweisen, daß er ebensogut seinen 
eigenen Willen hatte, wie sie. Er würde sich den Teufel 
etwas daraus machen, ob man Zeter Mordio schrie, oder 
nicht. Wenn er einem Menschen wie Heckenstett eine halbe 
Million mit auf den Weg gegeben hatte, so verdiente sie 
dieser brave Junge dort jedenfalls ebensosehr. Und das 
Staunen des Majors und der ganzen übrigen vornehmen 
Gesellschaft! 
Bei diesem letzten Gedanken, der blitzschnell den anderen 
gefolgt war, mußte er vor sich hin lachen. „Wie lange 
sitzt ihr denn hier schon zusammen? Ihr glüht ja wie die 
Leuchtkaäfer,“ begann er wieder. 
„Ja, es ist hier schrecklich warm,“ erwiderte Anna. Fritz 
nickte dazu und sah sich nach dem Ofen um. Dann blickten 
sich beide verlegen an. 
„Ihr habt euch beide wohl sehr gern?“ platzte der Alte 
Kretzer V. 716- 720. 13
	        
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