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VI.

Full text : Der Millionenbauer / Kretzer, Max (Public Domain)

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Mar Kretzer.

ist denn? Ich habe recht. Du wirst nie lernen zu be—
greifen, daß deine Kinder Bildung genossen haben.“
Plötzlich packte sie ihn am Arm, zog ihn mitten ins
Zimmer und deutete nach der Wand. „Da — sperre
deine Mädels in den Geldschrank und laß sie zeitlebens
verkümmern. Stelle dich womöglich davor und warte, bis
es geschehen ist. Und dann erzähle aller Welt deine Helden⸗
tat,“ rief sie ihm fast ins Ohr hinein. „Du aber gehe
jeden Sonnabend nach wie vor deinen Schlichen in Berlin
nach. Da kann es etwas kosten, wie? Aber warte, man
wird den „wilden Mann“ an den Ohren nach Schöne—
berg ziehen.“
„Aber schreie doch nicht so.“ In diesem Augenblick sah
er den alten Heckenstett um das Blumenbeet schreiten, der
Gittertür zu. Er besann sich nicht lange, beugte sich zum
Fenster hinaus und rief hinunter: „Herr Major ... Herr
Major, einen Augenblick, wenn ich bitten darf.“
Heckenstett schritt weiter, ohne sich umzudrehen.
„Aber so hören Sie doch, Herr Major. Ich habe mich
besonnen, ich begleite Sie.“ Mit dem Gedanken an seinen
Sohn beschäftigt, bannte Heckenstett seine Schritte und
blieb stehen. Um keinen Preis der Welt wäre er jetzt
umgekehrt. Wenn man etwas von ihm wünschte, konnte
man diesmal zu ihm kommen. Nach zwei Minuten war
Köppke an seiner Seite, um ihm zu sagen, daß er mit
ihm zur Bank wolle.
„So kaufen wir uns eine Droschke,“ sagte der Major,
um sehr viel milder gestimmt. Er hatte seine Gründe dafür,
denn es hätte ihm einer seiner vielen Kunden begegnen
können.
„Ich denke, wir gehen erst eine Strecke,“ erwiderte Köppke,
            
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