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IX. Die Geschichte eines schwarzen Anzuges

Full text: Im Riesennest / Kretzer, Max (Public Domain)

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während die Steine nach allen Seiten zerbröckelten, 
murmelte er immer weiter: „An die dreißig Taler 
mag er wohl kosten.“ Es tat mir wirklich manch— 
mal weh, Herr, daß ich dem guten Peter nicht 
helfen konnte, aber es ging wirklich nicht. 
Das ging so fort, als Peter die Kathi kennen 
lernte. Er sie lieben und sie ihn wiederlieben war 
eins. „Nächsten Winter machen wir Hochzeit,“ 
sagte er oft zu uns und nahm seinen schmutzigen 
Geldbeutel hervor. „Aber den Anzug muß ich 
just zur Hochzeit haben, — anders geht's nicht. 
Ob er wohl wirklich ganze dreißig Taler kosten 
wird?“ fragte er dann wieder plötzlich und nahm 
sich dann fest vor, nächsten Sonntag zum erstenmal 
in seinem Leben die Reise nach Berlin anzutreten 
und beim Meister Zwirn Umschau zu halten. 
Aber er tat's nie. „Sie lachen mich aus, — ich tu's 
nicht —“, das war dann jedesmal sein Endwort, 
aber der schwarze Anzug kam ihm doch nicht 
aus dem Sinn. Dann nahte die Zeit, wo die 
Kathi plötzlich krank wurde. Die Blattern herrschten 
damals, und die Kathi bekam sie auch. Während 
der ganzen Zeit der Krankheit hat der Peter nicht 
ein einzigmal an seinen schwarzen Anzug gedacht, 
— aber was er der Kathi von den Augen ablesen 
konnte, — das hat er ihr zugewandt. „Kathi, — 
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Kretzer, Im Riesennest.
	        
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