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Volume Nr. 13, 31.01.1899

Contents : Friedenauer Lokal-Anzeiger (Public Domain) Ausgabe 6.1899 (Public Domain)

Frankatur  der  Sendung  benutzt  werden.  Um  den  vielfachen
Mißhelligkeiten  und  Umständlichkeilen  zu  begegnen,  die  sich  aus
den  bisherigen  Zuständen  ergeben  haben,  sollen  Neudrucke  von
Marken  im  Werthe  von  80  Pf.,  2  M-,  5  M.  usw.  vorgenMmen
  werden.  Die  80  Pfennigmarke  wird  sich  namentlich
im  Packetverkehr  mit  dem  Auslande,  dem  das  Frankssystem  in
vielen  Fällen  zur  Grundlage  dient,  als  praktisch  erweisen.  Auch
die  Herstellung  von  30  Pfennigmarken  für  die  Frankirung  von
eingeschriebenen  Briefen  ist  in  Betracht  gezogen.  Es  handelt
sich  also  um  einen  Ausbau  des  bisherigen  Freimarkenwesens,
nicht  wie  von  einem  Münchener  Blatte  in  einer  kurzen  Notiz
gesagt  worden  ist,  um  eine  vollständige  Umgestaltung  desselben.
Ei  soll  dem  Publikum  die  Möglichkeit  gegeben  werden,  in  den
meisten  Fällen  Sendungen  mit  einer  einzigen  Marke  zu  srankiren,
nährend  bisher  das  Aufkleben  einer  größeren  Zahl  von  Poftwrrthzeichen
  nöthig  war.  Die  Einführung  der  Neuerung  dürste
allerdings  noch  geraume  Zeit  in  Anspruch  nehmen,  da  namentlich ­
  die  Herstellung  der  zum  Druck  erforderlichen  Maschinen
nicht  so  schnell  zu  bewerkstelligen  ist.  Es  kommen  hierbei
zunächst  nur  vier  deutsche  Fabriken  in  Betracht,  da  man  von
dem  Bezüge  der  Maschinen  aus  England,  wo  sie  leicht  zu
haben  MM,  Abstand  nehmen'will.
—  Lehrverträge.  Es  list  eine  allbekannte,  wenn  auch
gerade  nicht  sehr  erfreuliche  Hatsache,  daß  die  Lehrzeit  heute
m  ihrem  Verlauf  nicht  nur  manche  Meinungsverschiedenheiten
zwischen  dem  Lehrherrn  einerscis  und  dem  Lehrling  und  besten
Eltern  andererseits  birgt,  sonscrn  daß  sich  auch  diese  Differenzen ­
  so  zuspitzen  können,  daß  dem  einen  oder  anderen
Theile  die  Lösung  des  Vertrages  gerathener  scheint,  vorausgesetzt. ­
  daß  der  junge  Men'ch  nicht  „den  Weg  zwischen
die  Beine  nimmt*  und  ensach  davon  läuft.  Auf  das
patriarchalische  Verhältniß  in!  der  Lehrzeit,  wie  es  früher
bestand,  wird  ja  heute,  oft  geiug  von  oben  herabgesehen,  und
doch  hatie  sie  manche  gute  Leiten,  der  Lehrling  lernte  auch
vom  praktischen  Leben  so  Marches.  Um  sich  heute  Meinungsverschiedenheiten ­
  und  Aerger  in  der  Lehrzeit  zu  ersparen,  ist  es
für  beide  Theile  dämm  notwendig,  bei  dem  Abschluß  des
Lehrvertrages,  der  ja  für  O'ern  schon  in  diesen  Wochen  erfolgt, ­
  klare  und  präzise  Festsemngen  zu  wählen  und  die  neuen
Gewerbeordnungsbestimmungen  richt  außer  Acht  zu  lassen.  Diese
sind  unbedingt  maßgebend.
Gerichkiches.
P.  In  Steglitz  und  Fiedena«  wurden  im  Monat
Dezember  1898  zahlreiche  Bodediebstähle  verübt.  Die  Polizeimannschaften
  fahndeten  eifrig  as  die  Diebin,  die  als  weibliche
„Flatterfahrerin'  die  Wäfchebödn  in  den  Häusern  Fichtestr.  72,
Ahornstr.  30,  Florastr.  25  ud  Jllstraße  12  bereits  abgeräumt ­
  und  mittels  Einbruchs  nxlhvolle  Wäsche  gestohlen  hatte.
Den  Bestohlenen,  Kaufmann  Oberländer,  Frau  Rehfeldt,
Gärtner  Specht  und  Rechmingslth  Rösler,  war  dadurch  ein
erheblicher  Schaden  zugefügt  woien.  Eines  Tages  beobachtete
in  der'  Nheinsttaße  zu  Friedetu  der  Gendarm  Schröder
die  wiederholt  vorbestrafte,  in  de'Schloßstraße  Nr.  10  bei  der
Frau  Auguste  Freitag  unangemeln  wohnhaft  gewesene  Bau-Anschlägers-Ehefrau
  Auguste  Sagsky  geb.  Heise.  Diese  trat
aus  einem  Haufe  heraus  mit  eim  Kiepe,  deren  Inhalt  sie  auf
der  Straße  an  eine  andere  nicht  rmittelte  Frau  gab.  Die
Sagorsky  trat  dann  in  das  Hau  Rheinstraße  Nr.  23  ein.
Von  seiner  Wohnung  aus  hatte  \t  Gendarm  den  Vorgang
gesehen;  er  folgte  eilends  der  Sagtzky  in  das  bezeichnete  Haus
und  ertappte  sie,  vor  einer  Bodenftmier  stehend,  als  sie  im
Begriff  war,  das  Vorhängeschloß  p  öffnen.  Die  Borderbodenthür ­
  hatte  die  Diebin  bereits  gffnet  mittels  Nachschlüssels.
„Was  machen  Sie  hier!  Zeigen  S  mal',  was  haben  Sie
denn  da!"  rief  ihr  der  Gendarm  zu.  als  er  das  Einbrecher-Werkzeug
  in  den  Händen  der  Diebir  sah,  „Sie  wollen  hier
stehlen?'  „Ach  Jott  bewahre,  Her.  Wachtmeister,  ick  wohne
hier  unten  in'n  Keller  und  wollte  nu  man  blos  wat  runn'
holen!'  versetzte  die  Diebin.  Sie  bey  wirklich  die  Frechheit,

den  Gendarm  ,  in  den  Keller  hinunterzuführen,  unter  dem  Vorgeben, ­
  sie  wolle  ihm  ihre  Wohnung  zeigen.  Es  stellte  sich
jedoch  heraus,  daß  sie  Ausflüchte  gemacht  hatte,  in  der  allerdings ­
  gelungenen  Absicht,  ihrer  Komplizin,  jener  vom  Gendarm
vorher  auf  der  Straße  beobachteten  Unbekannten,  Zeit  zum  Entweichen ­
  zu  geben.  Der  Gendarm  ging  sofort  auf  die  Suche,
um  auch  diese  festzunehmen,  nachdem  er  die  abgefaßte  Diebin
im  Keller  der  Obhut  des  Hausverwallers  übergeben  hatte.
Die  Komplizin  der  Sagorsky  war  indeffen  verschwunden,  als
sie  gemerkt,  daß  die  „Luft  nicht  rein  sei'.  Vor  der  1.  Strafkammer ­
  des  Berliner  Landgerichts  II  bestritt  die  Sagorsky  die
sämmtlichen  ihr  zur  Last  gelegten  Diebstähle  mit  Ausnahme
desjenigen,  bei  welchem  sie  abgefaßt  worden  war.  Auf  Grund
des  Ergebnistes  der  Beweisaufnahme  beantragte  Staatsanwalt
Friedherm  5  Jahre  Zuchthaus  und  Ehrverlust.  —  Bei  Abmessung ­
  der  Strafe  erwog  der  Gerichtshof,  daß  die  Angeklagte
mit  ihren  vier  Kindern  in  bitterer  Noth  gelebt  und  deshalb
zur  Begehung  der  Sttaftbaten  getrieben  worden  sei.  Das
Uttheil  lautete  unter  Zubilligung  mildernder  Umstände  auf
2  Jahre  6  Monate  Gefängniß  und  3  Jahr  Ehrverlust.

.  N-n  der  Wannseebahn.
Einer  uns  vorliegenden  Broschüre  „Das  Ergebniß  des
Wannseebahn-Wettbewerbes'  (Verlagsdruckerei  Rob.  Rhode,
Berlin)  entnehmen  wir  folgende,  die  Allgemeinheit  interessirende
Daten:
Die  Herabminderung  der  Fahrgeschwindigkeit,  die  namentlich
seit  dem  1.  Mai  1895  auf  der  Wannseebahn  eingeführt  war,
ries  in  den  Kreisen  der  betheiligten  Vorortbewohner  große
Erbitterung  und  gleichzeitig  den  Wunsch  nach  Amderung  des
Betriebes  hervor.  Da  alle  Bitten  und  Vorstellungen  an  maßgebender ­
  Stelle  keinen  Erfolg  hatten,  so  brachte  der  Abgeordnete
Ring  die  Beschwerden  der  Betheiligten  im  Hause  der  Abgeordneten ­
  vor  und  kündigte  in  der  Sitzung  vom  15.  März
1897  die  Veranstaltung  eines  Preis-Ausschreibens  an,  um  Vorschläge ­
  zur  Befferung  der  nach  Ansicht  der  Königl.  Staatsrcgierung
  unabänderlichen  Verhältnisse  zu  erlangen.  Schon
am  9.  April  1897  trat  ein  Wannseebahn-Komitee  zusammen,
das  sich  die  Verwirklichung  des  Ringschen  Planes  zur  Aufgabe
stellte.  Während  zuerst  die  Anschauung  vorherrschte,  daß  das
Preisausschreiben  sich  nur  auf  eine  Verbesserung  des  Fahrplanes, ­
  und  was  damit  zusammenhängt,  erstrecken  dürfe,  brach
sich  im  Komitee  alsbald  die  Ansicht  Bahn,  daß  nöthigenfalls
eine  Veränderung  der  gesammten  Verkehrsverhältniffe  erstrebt
werden  müsse  und  daß  auch  die  Einführung  des  elekttischen
Betriebes  mit  in  Erwägung  zu  ziehen  sei.  Von  dieser  Grundlage ­
  aus  wurde  beschlossen,  zunächst  einen  Aufruf  zu  veröffentlichen ­
  und  zu  Geldspenden  aufzufordem.  Dieser  Beschluß
wurde  ausgeführt  und  hatte  zur  Folge,  daß  das  Komitee  eine
Summe  von  3000  Mk.  für  die  auszusetzenden  Preise  bestimmen
konnte.  —  Nach  dem  Preisausschreiben  wurden  Preise  von
2000  und  1000  Mk.  ausgesetzt,  den  Wettbewerbsbedingungen
war  eine  Denkschrift  beigegeben,  welche  den  Zweck  hatte,  die
Wünsche  der  Vorottbewohner  zu  erläutern  und  die  in  Betracht
kommenden  Verhältnisse  zu  beleuchten.  Als  Ablieferungstermin
wurde  der  1.  November  festgesetzt.  In  der  zweiten  Hälfte  des
Juli  erfolgte  die  Veröffentlichung  des  Preisausschreibens  in
zahlreichen  Tages-  und  Fachzeitungen.  An  Wettbewerbsbedingungen ­
  nebst  Denkschrift  kamen  181  Stück  zur  Versendung.
Bis  zum  Ablieferungstermin  gingen  '27  Preisarbeiten  ein.
Nach  Sichtung  der  Arbeiten  trat  am  18.  November  das  Preisgericht ­
  zur  ersten  Sitzung  zusammen.  Das  Preisrichteramt
hatten  übernommen  die  Herren  Geheimer  Oberregierungsralh
Bormann,  Professor  Reichel,  Geheimer  Regierungsrath  Schwabe
und  Geheimer  Regierungsrath  Dr.  Slaby.  Vom  Komitee
wurde  Amtsrichter  Dr.  Boethke  in  das  Preisgerichts-Kollegium
entsendet.  Herr  Bormann  wurde  zum  Vorsitzenden,  Herr  Boethke
zum  Schriftführerdcs  Komitees  gewählt.  Nachdem  dieeingegangenen
27  Arbeiten  geprüft  waren,  wurde  in  der  dritten  und  letzten
Sitzung  des  Preisgerichts  (am  20.  Dezember  1897)  die  Preisvettheilung

  beschlossen.  In  der  Sitzung  vom  28.  November
1897  beschloß  das  Komitee,  die  beiden  preisgekrönten  Arbeiten
dem  Herrn  Minister  der  öffentlichen  Arbeiten  zu  überreichen.
Nachdem  '  die  erforderlichen  Abschriften  gefertigt  und  die
sonstigen  vorbereitenden  Schritte  gethan  waren,  wurden  die
Arbeiten  mit  einem  längeren  Begleitbericht  vom  9.  Februar
1898  dem  Minister  übersendet.  Zur  mündlichen  Erötterung
der  gestellten  Anträge  wurde  dem  Vorsitzenden  des  Komitees
von  Excellenz  Thielen  am  24.  Februar  1898  Gelegenheit  gegeben. ­
  Der  Minister  sagte  eine  eingehende  persönliche  Prüfung
zu,  erklätte  jedoch,  vor  Beendigung  der  Eisenbahn-Etatsberathungen
  im  Abgeordnetenhause  die  Prüfung  nicht  beginnen
zu  können.  Er  sprach  den  Wunsch  aus,  daß  bis  zur  Ertheilung
  der  Antwott  öffentliche  Erörterungen  der  Anlegenheit
und  besonders  Veröffentlichung  der  mit  dem  ersten  Preise  gekrönten ­
  Arbeit  nicht  stattfinden  mögen.  Das  Komitee  glaubte
diesem  Wunsche  im  Jntereffe  der  Sache  nachkommen  zu  müssen.
Nachdem  in  der  Komiteesitzung  vom  16.  Mai  beschloffen  war,
den  Herrn  Minister  um  Antwott  zu  bitten,  ging  an  den  Vorsitzenden ­
  ein  vom  17.  Mai  datittes  Antwortschreiben  dahin  ein,
daß  die  Verhältniffe  eingehend  geprüft  werden  sollten,  und  daß
das  Ergebniß  seinerzeit  mitgetheilt  werden  würde.  Diese  Mittheilung ­
  wurde  jedoch  erst  am  4.  Dezember  1898  dem  Vorsitzenden ­
  mündlich  von  dem  Minister  gemacht,  und  ging  dahin,
daß  nach  Beschaffung  schwererer  Lokomotiven,  die  bereits  im
August  1898  bestellt  seien,  vielleicht  schon  am  1.  Mai  1899
die  frühere  Fahrgeschwindigkeit  (von  1895)  wieder  eingeführt
werden  solle.
Damit  ist  eine  wesentliche  Forderung  des  Wannseebahn-Komitees
  erfüllt,  wenn  auch  auf  unwesentlich  anderem  Wege,
als  die  erste  Preisarbeit  es  vorschlägt.  Denn  dott  war  Verkürzung ­
  der  Züge  bei  Benutzung  der  jetzigen  Lokomotiven  und
bei  Einführung  eines  zweckmäßigen  Fahrplanes  zur  Erreichung
des  Zieles  vorgeschlagen.  Die  weitere  Forderung,  Ueberleitung
einiger  Züge  von  der  Wannseebahn  auf  die  Hauptbahn  und
umgekehtt,  die  besonders  für  die  Otte  Wannsee,  Schlachtensee
und  Zehlendorf  von  größter  Wichtigkeit  ist,  wurde  abgelehnt.
Durch  diese  Ueberführung  würde  die  Fahrzeit  für  genannte  drei
Vorotte  um  etwa  12  Minuten  verkürzt,  und  die  Sttecke
Zehlendorf-Berlin  in  den  Hauptverkehrszeiten  wesentlich  entlastet
worden  sein.  —  Das  Komitee  giebt  sich  aber  der  Hoffnung
hin,  daß  das  Wachsen  des  Verkehrs  auf  der  Wannseebahn  in
absehbarer  Zeit  die  Eisenbahnverwaltung  von  selbst  zu  der
Ueberzeugung  bringen  wird,  daß  eine  Entlastung  dieser  Bahn
durch  theilweise  Zuweisung  des  Vettehrs  auf  die  wenig  belastete ­
  Hauptbahn,  wie  sie  in  der  preisgekrönten  Arbeit  vorgeschlagen ­
  wird,  eine  Nothwendigkeit  ist,  falls  man  nicht  zu  der
viel  kostspieligeren  Anlegung  eines  dritten  Gleispaares
schreiten  will.

Vermischtes.
*  Abkühlung.  Backfisch:  „Ach,  wie  herrlich  ist  dieser
Spaziergang  durch  die  herbstliche  Natur!  .  .  .  Welch  geheimnißvolles ­
  Flüstem!  .  .  .  Wenn  ich  die  Sprache,  dieser
herrlichen  Eichen  verstehen  könnte,  was  würde  sie  mir  wohl
sagen?'  Professor:  „Mein  liebes  Fräulein,  würde  sie  sagen,
entschuldigen  Sie  —  Ich  bin  eine  Buche!'
*  Zeitgemäß.  „Wie  geht's  denn  Ihrem  Sohne,  dem
jungen  Arzt?'  —  „Ausgezeichnet!  Der  hat  seine  erste
Patientin,  eine  reiche  Erbin,  geheirathet  und  sich  dann  zur
Ruhe  gesetzt!"
Wetterbericht.

Tag

Baron
8  Uhr  »m.

ieterstand  (mm)
1  Uhr  Rm.>7  Uhr  Rm.

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8  Uhr  8m.

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1  Uhr  Rm.

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7  Uhr  Rm.

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2
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.  Nebel,

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—i
llachm.  c;

+  2
—  1
was  auf-Amtliche

  Verkündigungen.

Bekanntmachung.

AjtHINtt  -Hierdurch  mache  ich  bekannt,  daß  die
'ußerunqen  für  oder  gegen  die  Errichtung
der  Gemeindevertretung.  Zwängsinnung  für  das  Schneiber--7,!.
  soffen  und  Gemeinde  ft  'ldwerk  MI  Bezirk  der  Gemeinde  Steglitz,
ekördnLn°"beeA°^  S.  ®uS  Friedenau,  Teutsch-Wilmerdorf.
(gnargendors,  Zehlendorf,  Gr.-Lichterzelde,
Biendorf,  Marienfelde,  Lcmpelhof,
Lftnrade,  Waßmannsdorf  und  des  GntSbejz
  Dahlem  schriftlich  bis  zum
l5.'ebruar  d.  Js.  oder  mündlich  in  der
Zeftom  I.bis  15.  Februar  dieses  Jahres
bei  r  abzugeben  sind.
Dzidgabe  der  mündlichen  Aeußerungen
kannährend  des  angegebenen  Zeitraumes
werktzjch  von  !>  bis  2  Uhr  in  meinem
D'enihäude,  Berlin  W.,  Biktoriastr.  18,
Ziiiungö,  erfolgen.
Ich  irdere  alle  Handwerker,  die  im
Bezirk  >7  genannten  Gemeinden  das
Schneih^„tzch^7k  selbstständig  betreiben,
und  de^xl  nach  Gesellen  und  Lehrlinge
halten,  •  Abgabe  ihrer  Aeußerung  mit
dem  Be^en  auf,  daß  nur  solche  Erklärunge^;^
  erkennen  lassen,  ob  der

Verordneten  beehre  ich  mich  zu  ein^/
öffentlichen  Sitzung  der  Gemeinder,^-tretung
  auf  /,
Donnerstag,  den  S.  Februar  d.  fyä.,
Nachmittags  6  Uhr,  $
im  Gemcinde-Litzungssaale,  »ttbestraßc
  33,  unter  Mittheilung  dev/Tagesordvung
  mit  dem  Hinweis  ergebenst  einzuladen, ­
  daß  die  Vertretung  bei  Anwesenheit
von  znehr  als  10  Mitgliedern  beschlußfähig ­
  ist  und  die  Nichterscheinenden  sich  de»
gefaßten  Beschlüßen  zu  unterwerfen  haben.
l.  Mittheilungen  des  Gemeindevorstandes. ­

2.  Tagesordnung:
a.  in  öffentlicher  Sitzung:
1.  Vorlage  betreffend  die  Eingemeindung
Friedenau  s  nach  Schoneberg.
2.  Genehmigung  des  Vertrages  mit  der
~  "  "  Vorortbahn  wejfdn

Westliche»  Berliner  Vorortbahn  roetfm‘T"’
Mitbenutzung  der  Gleise  durch  die  Groß-  ,  der  Errichtung  der  Zwang.

Berliner  Straßenbahn.  Zweite  Lesung.
3.  Annahme  der  von  dem  Königlichen
Ptvvinzial-Schulkollegium  an  die  Errich
tung  eines  Gumnasiunis  geknüpften  Bedingungen.
  Zweite  Lesung.
4.  Antrag  des  Amts-Vorstehers  auf
Nachbewilligung  von  600  Mark  zu
Titel  V,  12  des  Voranschlags  für  das
laufende  Rechnungsjahr.  ^
b.  in  geheimer  Sitzung.^
5.  Ein  Gesuch  wegen  fernerer  Stundung
eines  am  1.  April  d?  Js.  fälligen  Kapitals.
Die  bezüglichen  Vorgänge  und  Akten
smd  während  der  Tienststundeii  in  meinem
Amtszimmer  für  die  Herren  Gemeinde-Verordneten
  einzusehen.
Friedenau,  den  31.  Januar  1899.
Der  Gemeinde-Vorsteher.
Roenneberg.

lnilung  dHnmt  oder  nicht,  gültig  sind,
und  dag  rt,  Ablauf  des  obigen  Zeitraumes ­
  c>.hx„de  Aeußerungen  unberücksichtigt ­
  blej
Berlin,  l'gg.  Januar  1899.
?er  Landrath.
-5-  -8-i r .  von  Brakenhausen.

Amtsbüreau  zu  Friedenau,  Feurigftr.  8,
geltend  zu  machen,  widrigenfalls  anderweit
über  die  Fundobjekte  verfügt  weiden  wird.
Friedenau,  den  26.  Januar  1899.
Der  Amts-Vorsteher.  Roenneberg.

Standesamt  Friedenau.
Woche  vom  21.  bis  27.  Januar  1899.
Geburten:  Ein  Sohn:
Dem  vr.  phil.  Wilhelm  Felgentraeger.
TemVersicherungsbeamteiiKarlTcharlan.
Eine  Tochter:
Dem  Ober  -  Post  -  Assistenten  Georg
Wietengel.
Eheschließungen:
Der  Poslhülfsbote  Friedrich  Ferdinand
Schwenk  mit  der  Bertha  Mathilde
Auguste  Hinz.
Sterbefälle:
Die  verehel.  Rentiere  Emilie  Schweitrieg
geb.  Spengler.
Ter  Gärtner  Gustav  Paetzel,  46  Jahre.
Ein  Sohn  deS  Bildhauers  Bernhard
Gutsche.

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Vermischte  Anzeigen.

'eröffentlicht.
Friedenau,  „  31 .  Januar  1899.
Der  GenieiiHZorstcind.  Roenneberg.

Bekliltmachung.
Als  gesund»  sjnd  hier  angemeldet
worden:  1  Sh,^,  ,  Umschlagetuch,
1  Portemonnaie,Ebener  Ring.
Die  rechtmäßig  Eigenthümer  vorbenannter
  Gegensta  werden  aufgefordert,
ihre  Ansprüche  len  3  Monaten  im

Die  Verlobung  ihrer  Tochter,,
Gertrud  mit*«™  Richard  £
GiSSB  beehren  sich  anzuzeigen
tteim'ivh  Theodor  Retslagu.
  Frau  Fanny
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Soeben  wieder  eingetroffen:

MAGGI

zum
Würzen
der
Luppen,
—  wenige  Lropsen  genügen.  —
Hermann  Ahlers,  Menzelstr.  35.
Original-Fläschchen  Nr.  0  werden  zu
25  Pf.;  Nr.  1  zu  45  Pf.;  Nr.  2  zu
70  Pf.  mit  Maggi  nachgefüllt.

Ein  seit  6  Jahren  bestehender
UW-  Mittwochs-Kegelklub  "W>
wünscht  noch  einige  Mitglieder.  Anständige, ­
  gemüthliche  Herren  belieben
Adresse  unter  W.  Z.  abzugeben  in  der
Expedition  dieser  Zeitung.

ParqueUsuschodkn."W,
61.  Vater,  Steglitz,  Schützenstr.  43.
            
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