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Stimme. Ein dumpfer Fall drang an mein Ohr.
Sie mußte ohnmächtig zusammengebrochen sein.
„Mörder, Sie sind ein Mörder!“ hörte ich den
alten Andres dumpf hervorpressen, „ein Doppel—
mörder. O, ich fühl's an meiner Brust ... Gott,
Gott ... komm, Schurke, zu den Füßen meiner
Tochter, noch habe ich Kraft bis dahin, komm —“
Ich hörte von alledem nichts mehr, was nach
diesen Worten hinter dem Vorhang folgte. Ich
wollte Hilfe holen, aber meine Beine schlotterten.
Die Türen wurden aufgerissen, und alles stürmte
herein.
„Um Gotteswillen, was ist passiert? ... Wer
hat geschossen? ... Ist ein Unglück passiert?“ tönte
es wirr durcheinander.
„Wo ist mein Vater? Allmächtiger, wo ist mein
Vater?!“ schrie die Anna totenbleich und rang die
Hände.
„Helfen Sie, gehen Sie hinein“, schrie ich, „der
alte Bürger wird ermordet. Gehen Sie, helfen
Sie —“
Der Vorhang teilte sich, und die wankende
Gestalt des alten Andres erschien, mit einem Ge—
sicht, dem der Stempel des Todes schon aufgedrückt
war. Das Haar war zerzaust, die Augen blickten
starr. Die schmutzige Bluse war rot gefärbt auf
der Brust, und das Blut drang noch immer aus
der Wunde hervor. Seine Augen irrten umher—
als suchte er jemand; die Arme hatte er ausgestreckt,
Kreßtzer. Berliner Sittenbilber. 7