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XI.

Full text: Lu, die Kokotte / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Was sollte mir denn geschehen sein?“ fragte 
Luise. 
„Gott sei Dank!‘ sagte er und atmete auf. „Mir 
war ganz deutlich so . 
„Was ist Ihnen denn?‘ unterbrach ihn Luise, die 
seine große Erregung sah. „Waren Sie bei ihm? Haben 
Sie ihn gesprochen?“ 
„Jal‘“ sagte er lebhaft. „Ich habe stundenlang bei 
diesen Menschen gesessen. Ich werde mich nie mit 
ihnen verständigen!“ 
„Das habe ich mir gedacht,‘ nickte Luise, „und 
was soll nun werden?“ 
Aletto trat dicht an sie heran. 
„Luise!‘“ ‚sagte er, und sie fühlte, wie bewegt er 
war, „Sie müssen Vertrauen zu mir haben.‘ 
„Wissen Sie nicht, daß ich es habe‘, erwiderte sie. 
„Dann kommen Sie mit mir! — Ohne Besinnen — 
heute noch!“ 
„Was haben Sie vor?‘ fragte sie erstaunt und 
sah, daß es ihm ernst war. 
„Kommen Siel‘‘ wiederholte Aletto. 
„Wo wollen Sie hin?“ 
Und nun erzählte er ihr alles noch einmal; daß 
noch nichts verloren sei; nur müsse sie sich jetzt 
öntscheiden; ihm nach England folgen und seine Frau 
werden: und er machte ihr klar, daß an ihrer schnel- 
len Entschließung das Schicksal der ganzen Familie 
hänge. 
Luise sah das wohl ein: sie konnte Harrys Zu- 
kunft sichern, konnte, noch ehe dieser Mohr sie ganz 
zugrunde richtete, sich selbst retten . . . aber sie 
fühlte deutlich: der Preis war Aletto. Über sein 
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