„Was sollte mir denn geschehen sein?“ fragte
Luise.
„Gott sei Dank!‘ sagte er und atmete auf. „Mir
war ganz deutlich so .
„Was ist Ihnen denn?‘ unterbrach ihn Luise, die
seine große Erregung sah. „Waren Sie bei ihm? Haben
Sie ihn gesprochen?“
„Jal‘“ sagte er lebhaft. „Ich habe stundenlang bei
diesen Menschen gesessen. Ich werde mich nie mit
ihnen verständigen!“
„Das habe ich mir gedacht,‘ nickte Luise, „und
was soll nun werden?“
Aletto trat dicht an sie heran.
„Luise!‘“ ‚sagte er, und sie fühlte, wie bewegt er
war, „Sie müssen Vertrauen zu mir haben.‘
„Wissen Sie nicht, daß ich es habe‘, erwiderte sie.
„Dann kommen Sie mit mir! — Ohne Besinnen —
heute noch!“
„Was haben Sie vor?‘ fragte sie erstaunt und
sah, daß es ihm ernst war.
„Kommen Siel‘‘ wiederholte Aletto.
„Wo wollen Sie hin?“
Und nun erzählte er ihr alles noch einmal; daß
noch nichts verloren sei; nur müsse sie sich jetzt
öntscheiden; ihm nach England folgen und seine Frau
werden: und er machte ihr klar, daß an ihrer schnel-
len Entschließung das Schicksal der ganzen Familie
hänge.
Luise sah das wohl ein: sie konnte Harrys Zu-
kunft sichern, konnte, noch ehe dieser Mohr sie ganz
zugrunde richtete, sich selbst retten . . . aber sie
fühlte deutlich: der Preis war Aletto. Über sein
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