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Überdies ist das Zeugnis da wohl auch nicht ganz
unparteiisch —“
Herr Ohlmann nickte.
„Das mag sein. Überhaupt die Brauseköpfe
pflegen nicht die schlechtesten Charaktere zu sein.
Die Hauptsache aber ist, daß er leistungsfähig in
seinem Fach ist. Im Übrigen werde ich schon mit
ihm fertig werden. Dazu kommt, daß er beschei⸗
den ist. Er fordert für den Anfang nur hundert⸗
zwanzig Mark.“
Er wandte sich zu seinem Prokuristen.
„Ich denke, wir versuchen es mit ihm und neh⸗
men ihn vorläufig probeweise auf drei Monate.
Bewährt er sich, dann stellen wir ihn fest an und
erhöhen sein Gehalt.“
Der Prokurist stimmte zu und die Direktrice
war entlassen. Als sie am Abend nach Hause kam,
war Walter Kramer schon da. Er saß in der Küche
am Tisch; in seinen Mienen zitterte eine geheime
Erregung; sein Blick blitzte scheu, forschend zu der
Eintretenden empor.
„Bist Du mir böse, Klara?“ fragte er zaghaft
und doch mit einem gewissen dumpfen Trotz. „Ich
wollte es Dir nicht sagen, weil ich fürchtete, Du
würdest es mir wieder ausreden wollen.“
Sie schüttelte mit dem Kopf und näherte sich
ihm freundlich.
„Ich bin Dir nicht böse, umso weniger als —“
Er fuhr jäh in die Höhe; seine Augen öffneten