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setzte, kam ihrem Frauensinn plötzlich eine prak—
tische Erwägung.
„Aber die — die Einrichtung?“ warf sie klein—
laut ein.
„Bah!“ entgegnete er lächelnd, geringschätzig.
„Die Sorge soll uns unser Glück nicht stören. Wir
nehmen uns vorläufig zwei Zimmer, ein größeres
und ein kleineres. Das genügt fürs erste. Kosten—
punkt 30—40 Mark, natürlich in 'ner billigen
Gegend. Raum ist in der kleinsten Hütte für
ein glücklich liebend Paar. Das weißt Du doch.
Wir heiraten doch nicht der schönen Einrichtung
wegen, sondern weil wir uns so schrecklich gern
haben, daß wir doch zusammen möchten. Das ist
doch die Hauptsache, nicht Frieda?“
„Ja, ja!“
Die romantische Stimmung ihres schwärmeri⸗
schen Mädchenherzens gewann wieder über alle
materiellen Bedenken die Oberhand, so ungewöhn⸗
lich auch seine Werbung und sein ganzes Vorhaben
war. In vier Wochen Frau — Bruno Geis—
lers Frau, welch' ein Glück, welch' ein himmel⸗
hohes Glück! Dagegen war alles andere nichtig
und unbedeutend. Ihr Herz jubelte ihm zu, ihre
Seele neigte sich ihm hin mit der ganzen bedin⸗
gungslosen Hingabe des liebenden Weibes.
Auch ihm war so froh, so leicht. Aller Zweifel,
alle Bedenklichkeit lagen hinter ihm. Die Gewiß—⸗
heit seines festen Entschlusses, ihrer unbedingten