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XXXIII.

Full text: Unser Haus / Hollaender, Felix (Public Domain)

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und bellte, es half ihr gar nichts. Nach beendeter 
Lektion sagte ich, ohne mit der Wimper zu zucken: 
„Ich denke, jetzt koͤnnten wir Stella herein⸗ 
lassen.“ 
Im Nu war die Tuͤr geoͤffnet. Und ein riesen⸗ 
großes Tier stuͤrmte wild bellend in das Zimmer, 
sprang toll vor Freude erst an den Jungen und dann 
an mir empor, so daß ich einen gelinden Schreck 
bekam. Indessen huͤtete ich mich wohlweislich, die 
Schlingel meine Besorgnis merken zu lassen. 
„Die Muͤtzen aufgesetzt,“ kommandierte ich, 
„jetzt geht es in den Tiergarten!“ 
Es dauerte kaum drei Sekunden und meine 
Bengel waren firx und fertig. Schlank wie junge 
Tannen standen sie neben mir. In ihren huͤbschen, 
blauen Matrosenanzuͤgen, den Hals voͤllig frei, auf 
den bernsteingelben Koͤpfen die Marinemuͤtzen, boten 
sie einen praͤchtigen Anblick. Jugendkraft und Über⸗ 
mut blitzten aus ihren hellen Augen. Ich war ver⸗ 
liebt in sie. Als wir aus der Haustuͤr traten, stieg 
gerade ein großes, schlankes Maͤdchen, das kaum 
siebzehn Jahr zaͤhlen mochte, die Treppe herunter. 
„Fraͤulein von Horst .... Fraͤulein von Horst,“ 
riefen die Jungen jubelnd. 
Das Fraͤulein kam auf uns zu. „Unser neuer 
Lehrer,“ sagte Arne.
	        
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