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XIV.

Volltext: Unser Haus / Hollaender, Felix (Public Domain)

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„Weißt du,“ sagte sie, „er hat es ja gewiß mit 
uns gut gemeint. Aber wenn alle Maͤdel seinem 
Rate folgen wuͤrden, dann koͤnnte man nicht mehr 
Romeo und Julia' spielen, und die Theater muͤßten 
uͤberhaupt geschlossen werden.“ 
Grete Senz wurde schoͤn wuͤtend. 
„Das haͤttest du ihm statt mir ins Gesicht sagen 
sollen“, antwortete sie aͤrgerlich. „Dir fallen auch 
die besten Dinge immer zu spaͤt ein.“ 
„Ich will dir mal etwas sagen,“ entgegnete 
meine Schwester, „aber du darfst es vorlaͤufig nicht 
88 erzaͤhlen. Ich glaube, ich werde mich ver⸗ 
oben.“ 
„Nicht moͤglich!“ erwiderte Grete Senz. „Da⸗ 
von hast du ja bisher nie ein Sterbenswoͤrtchen ge⸗ 
sagt. — Mit wem denn eigentlich?“ 
„Komm mit — ich werde ihn dir zeigen.“ 
Grete Senz platzte vor Neugierde. 
Sie bogen in die Alte Jakobstraße ein, und vor 
einem kleinen Laden blieb meine Schwester stehen. 
„Blick da hinein“, sagte sie tief ernst. 
Dicht beim Fenster saß — auf einem Schemel 
hockend — ein junger Mensch mit einem großen 
Buckel und einem maͤchtigen Wasserkopf. 
„Was soll denn das?“ fragte Grete Senz. 
„Das ist er“, antwortete meine Schwester, ohne
	        
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