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ZENTRALBLATT DER BAUVERWALTUNQ
18. November 1925
Abb. d.
Erdgeschoß.
Abb. 2 bis 6.
Abb. 5. Querschnitt und Nordansicht.
Herz-Jesu-Kirehe in Ludwigshafen a. Rhein. Entwurf „Christozentrisch“.
Abb. 6. Westansicht.
Kirchenschiff und dem langen schmalen Pfarrhausflügel ist bei beiden
Kirchen räumlich und architektonisch trefflich herausgearbeitet, die
einzelnen Raumkörper sind nach außen klar von einander geschieden
und zürn sprechenden Ausdruck gebracht.
Ueber den Entwurf „Christozentrisch” zur Herz-Jesu-Kirche
(Abbildung 1 bis 6) steht in der Preisgerichtsniederschrift: „Die
Gruppierung der Massen ist wohlüberlegt, jedoch wäre eine.Ostung
der Kirche vorzuziehen; der Innenraurn, besonders die Betonung des
Presbyteriums mit Altaranlage verspricht eine ausgezeichnete Wir
kung.” Der Turm ist völlig losgelöst vom Kirchenbau selbst und hat
nur noch eine städtebauliche Aufgabe, die auch, wie das Schaubild
(Abb. l) zeigt, den Anschluß der späteren Straßenfronten sehr er
leichtert. Das Gesamtbild wirkt durch die Wucht und Kraft der
Massengestaltung. Der Vergleich mit den geometrischen Ansichten,
(Abb. 5 u. 6), bei denen in der architektonischen Einzelgestaltung viel
leicht noch manches zu verbessern wäre — Nordansicht und Turm —
zeigt, daß Herkommer vor allem in Massen denkt und schafft. Das ist
ja auch das Fundament künftiger Meisterschaft; die Ausreifung in