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unjeres Eberhard feine Redensarten, fondern eine wohl-
überlegte, zuverläffige Beurteilung des die Schule verlafjenden
jungen Mannes bietet, Es lautet, unter Weglafjung der Per-
jonalien im Eingang: „Sein Betragen hat ihn feinen Er-
ziehern und Lehrern auf das Beite empfohlen: er ijt be[hHeiden,
gehorfam, pietätsvoll, Itraff und ftreng gegen [ich felbit, otd-
nungsliebend, fo daß er unter jeinen Kameraden hohe Adh-
tung und Wertihägung, bei jeinen Dorgefekten unbedingtes
Derirauen genießt.
Sein Sleiß ijft allezeit regelmäßig und angeltrengt ge:
wefjen; und er hat durch jeine Energie ein fidhheres Sortjdhreiten
ermöglicht, obwohl es ihm eben nicht leicht fällt, zumal die
grammatijden Einzelheiten zu prompter und [iherer Anwen-
dung jidh anzueignen.
Seine KXenntniffe ent/prahen in den meijten Gegen-
jtänden den an einen jüngeren Sefundaner geftellten An-
forderungen, nur daß die Ertemporalen in den fremden
Sprachen ein wenig zurüdjiehen.
Auf feinen Wunfdh wird diejem ehrliebenden und ge-
finnungstüchtigen Jüngling dies Zeugnis behufs feiner Mel-
dung bei einem Regiment unter den wärmiten Empfeh-
jungen ausgeitellt.
Dr. Stechow,
Direktor der Königl. Ritterakademie.
Lieanik, den 30. Januar 1869.“
Oftern 1869 fiedelte R. aljo nad) Berlin über und zwar
in die Sähnrichspreife des Major a. D. v. Peldhrzim. Sehr glüd-
lich mag er fi bei dem fortwährenden und recht äußerlich
betriebenen „Büffeln“ nicht gefühlt haben, aber er beftand
am 6. Dezember und an den folgenden Tagen vor der Ober-