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XI. I. Rothkirch in der Familie und unter den Verwandten

Volltext: Eberhard von Rothkirch und Panthen / Hassell, Ulrich von (Public Domain)

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Konferenzbejuch jüngeren Leuten überlaffen, meinte er: „Dann 
müjfen wir ihm gleid) telegraphieren, er muß fommen.“ 
Und der alte Herr Iam zur Sreude Rothkirchs. 
Zu den Patenkindern R.’s gehörte auch die jüngfte Tochter 
des Pfarrers Krummader, den R. aus der Studenten= und 
Domfkandidatenzeit, [owie aus feinem Aufenthalt in Berlin 
als Pfarrer an der Kaifer Wilhelm-Gedächtnis-Kirche fehr 
gut fannte und bejonders Hochfhäßte. „Regelmäßig,“ erzählt 
Pfarrer Krummader, „jahen wir uns hin und her in den 
Hüäujern bei unjeren ‚Gemeinjchaftsabenden‘ und wiederholt 
durften wir ihn als unjeren lieben Gaft zum Mittageffen im 
Samilienfreije bei uns jehen. Denn wie er mir [eine Sreund- 
ichaft bewahrt hatte feit meiner Studentenzeit, fo dehnte er 
fie nun auf mein Haus und meine ganze Samilie aus. Wo 
wir aud) zufammentrafen, immer galt eine feiner erften Sragen 
feinem Patchen. Täglich, fo fagte er mir wiederholt, gedachte 
er unjeres Kindes, wie unfjeres ganzen Haufes und ‚meiner 
Arbeit vor Gott. Wenn er in unjerem Samilienkreije weilte, 
bewunderten wir jedesmal fein Kiebevolles Derftändnis für 
die Kinder, und alle im Haufe bis zu unferen Dienfthoten 
empfingen bei feinen Bejuchen einen tiefen Eindrud von 
feiner liebevoll fröhlihen Wejen. 
Dor dem Gehen vereinigten wir uns jedesmal im Gebet, 
nachdem wir vorher mandhe mich bewegende ernite Srage 
zujammen befprochen hatten.“ 
Genau fo wie Pfarrer Krummadcer urteilen auch andere, 
bei denen RX. als Sreund oder Gevatter verkehrte, {o 3. B. 
der Kaufmann KXogeljdhaß, ein treuer Sreund des Vereins 
und feit längerer Zeit als Dizepräjes mit R. eng verbunden. 
In den Mitteilungen Krummaders ijft von den „Gemein- 
IgHaftsabenden“ die Rede. Sie waren durch Graf A. Bern-
	        
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