A A
'°%$+ 109
ragend begabten und troß zarter Gefundheit unermüdlihen
Generaljefretär Phildius, der nicht nur gefhäftsiundig, Jondern
auch ein „geborener“ Leiter war, finden wir in den Mit-
gliederlijten viele Namen, die noch heute einen guten Klang
im riftlihen Deutfjchland haben, fo — um nur einige zu
nennen — die jebkigen Oberpräfidenten v. Hegel und Schwarßk-
Iopff, den jpäteren Dombaumeifter Schwarkfopff, die Herren
Balan, Köhn, Graf Stofch, Ufer, Töllner, Levfen u. a. Don
Graf A. Bernitorff it [don mehrfad) die Rede gewefen, auch
der jpätere Generalfjekretär Witimer fIrat 1885 in den Derein.
Die Organijation machte Sortjchritte durch die Bildung von
Berufsabteilungen. Es entjtanden, neben anderen, der-
artige Abteilungen für Bäder, Buchhändler, Studenten;
man begann eine regelmäßige Arbeit für Soldaten, und die
Siandinavier traten 1889 zu einer Abteilung 3zujammen.
Das Alles erforderte einen gewaltigen Aufwand von
Kraft, Zeit und Nachdenken, weil man vielfadh gänzlidh im
Dunkeln tappte. Natürlich wurden auch Sehler gemacht und
Übereilungen nicht vermieden. R. ftand mit feiner ganzen
Perfönlichfeit in der großen Sache; von Jahr zu Jahr wurde
ihm Harer, daß fie das Werk feines Lebens jei. Auch das Mikß-
lingen des Derfuches, Oberförfter in Rheinsberg zu werden,
wurde ihm 3u einer Beftätigung, daß der HErr ihn für die
£Arbeit in Seinem Weinberge bejtimmt habe. In dem Maße
wie fein geliebter Derein nad außen wuchs, nahm R. an
Glauben, an Innerlichtfeit, an Liebe zum Heiland zu. Indem
er das Werk förderte, förderte er fi jelbjt. Er machte die
gleiche Erfahrung wie alle im Glauben und in Demut
wirfenden Jünger des Herrn, daß man mit und dur die
£Arbeit Gott näher fommt — und daß dann Gott fidh auch
uns nabt.