Vorwort
Kour Blechens Leben zu erzählen und die Bedeutung seines künst—
lerischen Schaffens darzulegen wird hier nicht zum ersten Male versucht.
Eine zusammenfassende kritische Würdigung unternahm schon kurz nach
Blechens Tode Professor Toelken von der Berliner Akademie in seinem
Nekrolog auf den Künstler. Einen Bericht nach der Rede aus Toelkens
eigener Feder brachten am 12. Juni 1841 die Berlinischen Nachrichten. Nach
Ansicht Toelkens ist Blechen „der geniale Erfinder einer neuen Gattung
landschaftlicher Charakterbilder“. In den Skizzen und Studien seien
„nicht Kunstwerke, sondern nur Andeutungen“ zu erblicken. Ein Versuch, die
Herkunft des malerischen Stiles bei Blechen zu bestimmen, wird nicht unter⸗
nommen. Tooelkens Aufsatz blieb bis zur Blechen⸗Ausstellung des Jahres
1881/82 in der National-Galerie die wichtigste literarische Außerung über
den Künstler. Es folgte eine kurze Abhandlung im Katalog dieser Aus⸗
stellung von M. Jordan. Der Verfasser bringt keine neuen Tatsachen
von Bedeutung, auch er fragt nicht nach den Ursprüngen der Blechenschen
Kunst, vertieft aber psychologisch das Bild des Meisters. Das Ergebnis