DIN INNEN NSS NENNEN
zusehen. Auf Wiedersehen! Ich telegraphe meine
Ankunft mit dem Train. Lovingly your Billy.
How do you like my German? Es wird besser
alle Zeit, denkst du nich?«
Diese verdrehten Briefe des verdrehten Billy
kenne ich seit langem. Sie haben mich und andere
oft erheitert. Aber ich finde es doch nett, daß Billy,
der nie deutschen Unterricht genossen hat, sich auf
meinen Rat bemüht, Deutsch zu schreiben und auch
zu sprechen. Verwünscht sei, wer schlecht davon
denkt! Und dieser Tage ist Billy auch richtig auf
dem Lehrter Bahnhof aufgetaucht — in weiten Hosen,
in einem Rock mit ungeheuer breiten, wattierten
Schultern, so daß er wie ein Ringkämpfer aussieht,
ohne Weste, in ungeheuer breiten Stiefeln, mit denen
er eine ganze Droschke nebst Gaul tottreten könnte,
mit einem zu kleinen Strohhütchen, schief auf dem
Ohr, und dem üblichen kurzen Briarpfeifchen im
Mund. Ich packte ihn in eine offene Droschke und
fuhr mit ihm nach Unter den Linden, damit die
Berliner sich erst einmal an seinen Anblick ger
wöhnten. Das fand er sehr richtig. Als wir an der
Wache am Brandenburger Tor vorbeikamen, präsen-
tierte der Posten gerade vor einem General. Billy
nahm sein Hütchen ab und erklärte lachend: »So
gehört sich’s — vor jeden Yankee muß die Flinte
presented werden.« Er sah sich rechts und links
um. »By Jovel« rief er plötzlich, »das sind doch
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