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12. Entdeckung

Volltext: Die Entdeckung Berlins / Urban, Henry F. (Public Domain)

DIN INNEN NSS NENNEN 
zusehen. Auf Wiedersehen! Ich telegraphe meine 
Ankunft mit dem Train. Lovingly your Billy. 
How do you like my German? Es wird besser 
alle Zeit, denkst du nich?« 
Diese verdrehten Briefe des verdrehten Billy 
kenne ich seit langem. Sie haben mich und andere 
oft erheitert. Aber ich finde es doch nett, daß Billy, 
der nie deutschen Unterricht genossen hat, sich auf 
meinen Rat bemüht, Deutsch zu schreiben und auch 
zu sprechen. Verwünscht sei, wer schlecht davon 
denkt! Und dieser Tage ist Billy auch richtig auf 
dem Lehrter Bahnhof aufgetaucht — in weiten Hosen, 
in einem Rock mit ungeheuer breiten, wattierten 
Schultern, so daß er wie ein Ringkämpfer aussieht, 
ohne Weste, in ungeheuer breiten Stiefeln, mit denen 
er eine ganze Droschke nebst Gaul tottreten könnte, 
mit einem zu kleinen Strohhütchen, schief auf dem 
Ohr, und dem üblichen kurzen Briarpfeifchen im 
Mund. Ich packte ihn in eine offene Droschke und 
fuhr mit ihm nach Unter den Linden, damit die 
Berliner sich erst einmal an seinen Anblick ger 
wöhnten. Das fand er sehr richtig. Als wir an der 
Wache am Brandenburger Tor vorbeikamen, präsen- 
tierte der Posten gerade vor einem General. Billy 
nahm sein Hütchen ab und erklärte lachend: »So 
gehört sich’s — vor jeden Yankee muß die Flinte 
presented werden.« Er sah sich rechts und links 
um. »By Jovel« rief er plötzlich, »das sind doch 
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